Risiko kalkuliert

Kommentar zur Versicherung des Flüchtlingsheimes: "Nüchtern gerechnet"

Frank Thonicke

Ein Asylbewerberheim ist - zumindest was die Versicherung betrifft - nicht mit einem Studentenwohnheim oder einem Frauenhaus vergleichbar. Ein Kommentar von Frank Thonicke, Leiter der Kasseler Lokalredaktion.

Es gibt nicht viele Themen, die so mit Emotionen behaftet sind wie die Unterbringung von Flüchtlingen bei uns. Viele wollen den Asylbewerbern helfen, einige wenige möchten am liebsten mit dem Thema nicht behelligt werden.

Geredet wird überall darüber - und wenn es am Stammtisch ist. Klar, dass da ein nüchtern rechnender Versicherungsmanager nicht so recht ins von Gefühlen geprägte Bild passt. Aber die Haltung der Sparkassenversicherung - Asylbewerber-Heime haben hohe Prämien - ist durchaus nachvollziehbar. Sie basiert auf Berechnungen des Risikos - und leider wurden vor einigen Jahren derlei Unterkünfte von kriminellen Idioten in Brand gesetzt.

Die Folge: Wer heute ein Asylbewerberheim betreiben will, muss tiefer in die Tasche greifen, als wenn er ein Hotel hätte. Darüber kann man sich nicht beschweren: Schließlich verdienen viele private Anbieter mit ihren Heimen gutes Geld. Und bei billigen Prämien würden im Schadensfall alle Versicherten zur Kasse gebeten - über eine Beitragserhöhung. tho@hna.de

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