Kommentar zu Christoph-7-Eilantrag: "Ein bisschen zu viel Lärm um wenig Lärm"

Kassel. Nun also auch noch ein Eilantrag von Anwohnern im Rechtsstreit um den Rettungshubschrauber Christoph 7. Dies ist ein bisschen viel Lärm um wenig Lärm, kommentiert HNA-Redakteur Burghard Holz. Außerdem rette der Hubschrauber Leben und komme der Allgemeinheit zugute.

Video: So werden Patienten im Christoph 7 versorgt

Lärm kann krank machen. Das ist unbestritten. Und der Leidgeplagte fragt nicht danach, ob Flugzeuge, Hubschrauber, Autos, Discorhythmen oder Presslufthämmer den Lärm verursachen. Wenn es also gesundheitsgefährdend laut ist, dann ist es das gute Recht von Anliegern, dagegen vorzugehen. Notfalls vor Gericht.

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Auch der Rettungshubschrauber Christoph 7 ist laut. Als jemand, der unweit des Rot-Kreuz-Krankenhauses wohnt, weiß ich das nur zu gut. Doch ist es kaum vorstellbar, dass der Fluglärm krank macht. Dafür fliegt der Hubschrauber einfach viel zu selten. Und nachts so gut wie nie. Der erneute Vorstoß von zwei Anliegern ist daher ein bisschen zu viel Lärm um wenig Lärm, Es scheint, als würde hier nur noch um des Klagens willen geklagt.

Der wichtigste Aspekt aber ist, dass der Hubschrauber Leben rettet, vermutlich täglich, und nicht aus Jux und Tollerei durch die Gegend fliegt. Sein Einsatz kommt also der Allgemeinheit zugute. Und irgendwo muss er stationiert sein. Da ist es wenig hilfreich, sich selbst der Nächste zu sein und nach dem Sankt-Florians-Prinzip auf andere Standorte zu zeigen.

Burghard Holz, bho@hna.de

Video: In der Luft mit Christoph 7

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