Kommentar zu Eichels Klage: „Beamte haben’s gut“

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Hans Eichel

Kassel. Der frühere Bundesfinanzminister und Kasseler Oberbürgermeister Hans Eichel kämpft weiter für eine höhere Pension. Nun wird sich das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig mit dem Fall befassen. Ein Kommentar.

Natürlich soll Hans Eichel bekommen, was ihm gesetzlich zusteht. Da ist er Beamter wie jeder andere auch. Und doch ist es bei ihm ein bisschen anders.

Artikel zum Kommentar:

- Ehemaliger Kasseler OB Eichel kämpft weiter für höhere Pension

Natürlich war er fleißig - das ist das letzte, was man Eichel absprechen kann. Er hat viel gearbeitet für dieses Land - und natürlich bekommt er dafür eine Pension, von der andere nur träumen können. Zur Erinnerung: Die Durchschnittsrente liegt bei knapp über 1200 Euro. Und die, die sie bekommen, haben auch 40 Jahre und länger hart malocht.

Hans Eichel steht in der Öffentlichkeit. Er hat nicht bedacht, was seine Klage lostritt: Eine Neiddebatte, die alle trifft, denen es im Alter besser geht als den meisten - nämlich die Beamten. Ihre Durchschnittspension, von der sie rund 40 Prozent versteuern müssen, liegt bei 3300 Euro.

Die Klage könnte aber auch eine nützliche Bewegung in Gang setzen: Vielleicht könnte ja endlich mal die Versorgung für Politiker neu gestaltet werden. Hans Eichel selbst hat dazu einen bemerkenswerten Vorschlag gemacht: Die Politiker so gut wie Wirtschaftsbosse bezahlen und ihnen ihre Altersversorgung selbst überlassen.

Kommentar von Frank Thonicke

Hans Eichel - Der Politiker in Bildern

Der Oberbürgermeister von Kassel, Hans Eichel (links), bei der Grundsteinlegung der "documenta urbana 1982" am 25. September 1980 in Kassel. © dpa
Oberbürgermeister Eichel mit Bundespräsident Richard von Weizsäcker, der sich bei einem Besuch in Kassel in das Goldene Buch der Stadt eintrug. © dpa
James Lee Byars (rechts) überbrachte im Juni 1983 als Anonyme Skulptur dem damaligen Kasseler Oberbürgermeister Eichel die Aufforderung, Joseph Beuys die Leitung der documenta 8 zu übertragen. © dpa
Bürger für Enka: Tausende protestierten gegen die Werksschließung. Auf dem Königsplatz waren 1981 auch Kassels damaliger Oberbürgermeister Eichel und der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Horst Peter (Mitte). dabei. © dpa
Der neue hessische Ministerpräsident Hans Eichel (rechts) und Joschka Fischer, Minister für Umwelt und Energie und stellvertretender Ministerpräsident am 16. April 1991 im hessischen Landtag in Wiesbaden. Eichel gab an diesem Tag seine Regeriunsgerklärung ab. © dpa
Eichel und seine damalige Ehefrau Karin im Oktober 1990. Die beiden gingen nach 16 Ehejahren privat getrennte Wege. © dpa
Der hessische Ministerpräsident Hans Eichel (links) schwört in Gegenwart des hessischen Landtagspräsidenten Klaus Peter Möller vor dem Wiesbadener Landtag den Amtseid. © dpa
1996: Eichel surft zum ersten Mal im Internet, mit 3D-Helm in einem Internet-Cafe in Frankfurt. "Es hat mir ganz gut gefallen und ich werde es ab und zu wieder tun, aber mit Maßen", sagte Eichel damals. © dpa
Bundesfinanzminister Hans Eichel und Lebensgefährtin Gabriela Wolff. © dpa
Hans Eichel
Der Vorsitzende der palästinensischen Autonomiebehoerde Jassir Arafat nach seiner Begrüßung durch Ministerpräsident Eichel auf dem Frankfurter Flughafen. © HNA
Der damalige Finanzminister Eichel verkaufte am 21. August 2002 in der Bad Hersfelder Fußgängerzone Kuchen zugunsten der Flutopfer. © HNA
Finanzminister Eichel sprach im August 2002 vor dem Hann. Mündener Rathaus. © HNA
Dieter Posch (links) und Hans Eichel auf der Frühjahrsausstellung 2001 in Kassel. © HNA
Verteidigte die Ökosteuer vehement: Finanzminister Hans Eichel. © dpa
Vor der Sitzung des SPD-Parteivorstandes im Januar 2004 in Weimar wendet sich Finanzminister Eichel von den wartenden Journalisten ab. © dpa
Die schwierige Haushaltslage von Finanzminister Eichel parodierte am Rosenmontag 2005 in Köln ein Motivwagen. © dpa
Finanzminister Hans Eichel im Bundetag. © dpa
Finanzminister Hans Eichel im Bundetag. © dpa

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