Kommentar zu Eichels Klage: „Beamte haben’s gut“

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Hans Eichel

Kassel. Der frühere Bundesfinanzminister und Kasseler Oberbürgermeister Hans Eichel kämpft weiter für eine höhere Pension. Nun wird sich das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig mit dem Fall befassen. Ein Kommentar.

Natürlich soll Hans Eichel bekommen, was ihm gesetzlich zusteht. Da ist er Beamter wie jeder andere auch. Und doch ist es bei ihm ein bisschen anders.

Artikel zum Kommentar:

- Ehemaliger Kasseler OB Eichel kämpft weiter für höhere Pension

Natürlich war er fleißig - das ist das letzte, was man Eichel absprechen kann. Er hat viel gearbeitet für dieses Land - und natürlich bekommt er dafür eine Pension, von der andere nur träumen können. Zur Erinnerung: Die Durchschnittsrente liegt bei knapp über 1200 Euro. Und die, die sie bekommen, haben auch 40 Jahre und länger hart malocht.

Hans Eichel steht in der Öffentlichkeit. Er hat nicht bedacht, was seine Klage lostritt: Eine Neiddebatte, die alle trifft, denen es im Alter besser geht als den meisten - nämlich die Beamten. Ihre Durchschnittspension, von der sie rund 40 Prozent versteuern müssen, liegt bei 3300 Euro.

Die Klage könnte aber auch eine nützliche Bewegung in Gang setzen: Vielleicht könnte ja endlich mal die Versorgung für Politiker neu gestaltet werden. Hans Eichel selbst hat dazu einen bemerkenswerten Vorschlag gemacht: Die Politiker so gut wie Wirtschaftsbosse bezahlen und ihnen ihre Altersversorgung selbst überlassen.

Kommentar von Frank Thonicke

Hans Eichel - Der Politiker in Bildern

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