Kommentar zum Eichenlaub-Prozess: Wie im Krimi 

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Vor dem Landgericht: Helmut Eichenlaub (links), Ex-Landrat von Waldeck-Frankenberg.

Die Vorwürfe zum Prosessauftakt hängen mit Eichenlaubs ehemaligen Amt zusammen. Ihm werden Untreue, Bestechlichkeit, Steuerhinterziehung und Betrug zur Last gelegt. Ein Kommentar von Matthias Müller. 

Man muss vorsichtig sein mit der Bewertung eines Gerichtsprozesses, bevor ein Urteil gefallen ist. Doch eines kann man jetzt schon sagen: Der Fall des Ex-Landrats Helmut Eichenlaub trägt dazu bei, das Vertrauen in die Politik zu untergraben.

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Seit Jahren beschäftigt die Amtszeit des ehemaligen Waldeck-Frankenberger Amtsinhabers die dortige Verwaltung genauso wie die Medienlandschaft. Immer mehr Dinge kamen ans Licht, von Dienstreisen über Spesenrechnungen bis hin zu dem, was jetzt in Kassel verhandelt wird. Langsam haben die Mühlen der Justiz gemahlen, aber nun münden sie in umfangreichen Vorwürfen. Ein Geflecht von Bank-Managern und Politik, von privaten Interessen und Amtsgeschäften zeichnen die Ankläger. Sollte sich das bestätigen, würde es jedem Polit-Krimi Ehre machen.

Wie gesagt: Das ist die Sicht der Staatsanwaltschaft, ein Urteil ist noch fern. Man darf gespannt sein, wie der ehemalige Landrat sich dazu äußern wird. Doch Vertrauen zurückgewinnen – das wird schwierig.

Prozess gegen Ex-Landrat Helmut Eichenlaub beginnt

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