HNA-Meinung

Keine Seite bewegte sich: Kommentar zum RKH-Ende

Jetzt ist endgültig klar, dass die RKH mit seinen 533 Mitarbeitern bis Ende 2016 abgewickelt wird. Davon betroffen sind auch 270 Mitarbeiter an den nordhessischen Standorten Kassel, Homberg, Korbach und Eschwege. Ein Kommentar von Lokalredakteuer Bastian Ludwig.

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Das Ende der RKH kommt schleichend und war schon länger absehbar. Seit dem Jahr 2008 hatte sich die Bahntochter nicht mehr an Ausschreibungen von Linien beteiligt. Mit mehr privater Konkurrenz im Bus-Linienverkehr bekam der einstige Platzhirsch Schwierigkeiten.

Wegen der höheren Löhne seiner Mitarbeiter konnte er die anderen Mitbewerber nicht unterbieten. In der Folge verlor die RKH immer mehr Aufträge. Also brachte die Bahn eine neue Bus-Tochter mit niedrigeren Löhnen in die Spur, mit der sie nun auch in Nordhessen in den Preiskampf zieht. Ein nachvollziehbarer Schachzug, der für die Mitarbeiter der RKH schmerzliche Folgen hat.

Dabei hätte es nicht so weit kommen müssen. Wenn RKH-Geschäftsführung, Betriebsrat und Gewerkschaften sich frühzeitig mit den neuen Wettbewerbsbedingungen auseinandergesetzt hätten und alle Seiten zu Abstrichen bereit gewesen wären, hätte es eine Chance für die RKH gegeben. Aber offenbar wollte sich keine Seite wirklich bewegen. Die Schuldfrage lässt sich nicht eindeutig beantworten.

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