Kommentar zum Fraunhofer-Neubau: "Glücksfall für die Stadt"

Matthias Lohr zur Energiewende Kassel.

Kassel. Die Energiewende findet bald mitten in Kassels Innenstadt statt - in Form des Neubaus des Fraunhofer-Instituts, der bis 2018 nördlich des Kulturbahnhofs entstehen soll. Licht und Schatten dieser Entwicklung kommentiert HNA-Kulturredakteur Matthias Lohr.

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Es könnte sein, dass in vier Jahren bald ganz Deutschland nach Kassel schaut. Bei regenerativen Energien liegt die Mitte der Republik bislang im Schatten. Der Norden liefert Windkraft, der Süden Solarenergie und Biomasse. Aber irgendjemand muss die unterschiedlichen Energieformen zusammenbringen. Daran forschen Fraunhofer-Mitarbeiter schon jetzt in Kassel und ab 2018 auch noch innenstadtnah – auf einem Gelände, das lange brachlag und erst während der letzten documenta wiederentdeckt wurde.     

Normalerweise entsteht solch ein Projekt auf der grünen Wiese. In Kassel schlägt das grüne Herz bald im Zentrum. Die Fraunhofer-Pläne für die Nordseite des Kulturbahnhofs sind also ein Glücksfall für die Stadt. Wahrscheinlich wird der Bau auch wegen seiner architektonischen Strahlkraft bundesweit Beachtung finden – andere Fraunhofer-Projekte lassen das jedenfalls erahnen.      

Das alles kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Kassel auch eine Kulturstadt ist. Der große Rückhalt der Online-Petition hat deutlich gemacht, dass es in der Szene eine große Unzufriedenheit gegenüber dem Rathaus gibt. Mit Salzmann hat sie ein Zentrum verloren, ein neues ist bislang nicht in Sicht. mal@hna.de

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