Verstoß gegen Bundesdatenschutzgesetz

Gefängnis droht - Kommentar zur Göker-Anklage

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Mehmet Göker in Kassel: Vor dem Betreten des Gerichtssaals wird der EX-MEG-Chef am Eingangkontrolliert.

Die Staatsanwaltschaft hat gegen Ex-MEG-Chef Mehmet Göker Anklage wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Verrats von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen und des Verstoßes gegen das Bundesdatenschutzgesetz erhoben. Ein Kommentar von Frank Thonicke.

Alle Hintergründe zu Göker und der MEG im Regiowiki

Eines scheint nach der neuen Anklage gegen Mehmet Gökerund seinem Adlatus Vincent Ho sicher zu sein: Göker werden wir in Kassel wohl nicht wiedersehen. Denn zu groß ist das Risiko für ihn, den Platz am türkischen Swimmingpool mit der harten Pritsche im Wehlheider Gefängnis eintauschen zu müssen.

Dem MEG-Gründer droht Haft - wie es dort zugeht, kann er sich von Vincent Ho berichten lassen. Dass der schon seit einem halben Jahr in Untersuchungshaft sitzt, deutet darauf hin, dass die Anklage wasserdicht ist - eine langjährige Gefängnisstrafe scheint wahrscheinlich zu sein. Dass ein Blender und sein blinder Gefolgsmann zu Kriminellen wurden, ist schlimm genug.

Dass viele große private Krankenversicherungen mit ihnen Geschäfte machten, ist jedoch der noch viel größere Skandal. Die Gesellschaften in den feudalen Glaspalästen scheinen auch vor zweifelhaften Praktiken nicht zurückzuschrecken, um Profit zu machen. Dass Leute wie Göker und Ho zu ihren Geschäftspartnern gehörten, spricht nicht für die Branche.

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