Konzept hat keine Zukunft

Kommentar zum Gutachten für Tempo 30 auf Hauptstraßen: Steuergeld versenkt

Kassel. Verkehrsgutachter haben die gefährlichsten Straßenabschnitte Kassels ermittelt. Ein Verbesserungsvorschlag lautet: Tempo 30. Die Stadtverordneten lehnen das mehrheitlich ab. Frank Thonicke, Leiter der HNA-Redaktion Kassel, kommentiert die Gutachten-Vergabe.

Die Stadt Kassel gibt 637.000 Euro für ein Gutachten über ihr künftiges Verkehrskonzept aus. Kernpunkt darin: Teilweise Tempo 30 auf Holländischer und Frankfurter Straße.

Das Geld stammt vom Steuerzahler. Die Stadt hätte es auch gleich in der Fulda versenken können. Denn: Das Verkehrskonzept ist politisch schon begraben. Es wird im Parlament keine Mehrheit finden. Die SPD hat längst signalisiert: Wir machen nicht mit.

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Das wirft die Frage auf: Wo ist eigentlich die Stimme des Oberbürgermeisters? Warum pfeift er Stadtbaurat Nolda nicht zurück? Der Grüne reitet auf Kosten der Steuerzahler sein Steckenpferd (möglichst wenig Autos in Kassel) durch die Stadt - und Hilgen, der Sozialdemokrat, guckt zu.

Dabei wissen seine SPD-Parteigenossen genau, warum sie die Autofahrer nicht verprellen wollen. Die Älteren werden sich sicher noch an das verkehrspolitische Lolli-Desaster erinnern. Die runden Baken, die überall den Autoverkehr behinderten, kosteten die SPD damals für lange Zeit die Macht in Kassel.

E-Mail an den Autor: tho@hna.de

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