Kommentar: Uli Hagemeier über das Zurückrudern Hilgens beim Thema Salzmann

Oberbürgermeister Bertram Hilgen steckt in einem Dilemma: Ein Umzug städtischer Ämter aufs Salzmann-Gelände kann Vorteile haben, wenn Dienststellen sinnvoll zusammengefasst werden. Für den Stadtteil wäre das auf jeden Fall ein Gewinn.

Dass der Weg dorthin allerdings im Galopp genommen werden soll, ist falsch. Hilgen möchte noch vor der Wahl Ende März eine positive Entscheidung haben - das wäre ein Erfolg für ihn. Auch Dennis Rossing steht unter Druck: Der Salzmann-Eigentümer muss im April entscheiden, ob er auch die Eissporthalle kauft und saniert. Hilgen will ihm mit dem Mietvertrag für Salzmann ein Signal geben, dass zumindest ein Projekt wirtschaftlich erfolgreich wird. Das darf aber kein Argument für die Entscheidung der Politik in Sachen Salzmann sein, denn die Projekte haben nichts miteinander zu tun.

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Eine wichtige Frage konnte gestern niemand an der Verwaltungsspitze beantworten: Warum sollen die Stadtverordneten auf der Grundlage von zweifelhaften Zahlen entscheiden? Zeit genug wäre gewesen, um die Vorlage wasserdicht zu machen - über einen Umzug nach Bettenhausen wird seit 2009 debattiert.

Eine weitere Peinlichkeit hat Hilgen sich erspart, als er gestern sein Vorhaben, dem Magistrat den Abschluss eines Mietvertrags mit Rossing zu genehmigen, arg gestutzt hat. Jetzt darf nur verhandelt werden. Aber der OB vermeidet damit eine Niederlage, weil die Grünen ihm zu Recht die fragwürdige Kostenberechnung vor die Füße werfen und er allein mit seiner SPD an das glaubt, was sein Amt berechnet hat.

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