Kommentar

Kommentar zu höheren NVV-Preise: "Teuer, aber notwendig"

Die Tickets für die Nutzung der Busse und Bahnen des NVV werden bei uns teurer. Und zwar pünktlich zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember. Ein Kommentar von Lokalredakteuer Jörg Steinbach. 

Wer die steigenden Preise für Strom oder Diesel sieht, wundert sich, dass der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV)  ab Dezember nur 3,6 Prozent auf die Ticketpreise aufschlägt. Damit können die gestiegenen Kosten für Löhne, Treibstoff und Strom nur zum Teil gedeckt werden.

Der Aufsichtsrat will die Mehrkosten aber nicht allein den Fahrgästen aufbuckeln. Sondern verlangt mehr Steuergeld vom Land, damit das Angebot nicht zusammengestrichen werden muss. Weniger Leistung zum höheren Preis könnte dazu führen, dass Fahrgäste Trams und Bussen den Rücken kehren.

Das wäre fatal. Denn je mehr Menschen die umweltfreundlichen Verkehrsmittel nutzen, desto weniger Zuschüsse werden gebraucht.

Klar ist: Wir wollen und können auf den Nahverkehr nicht verzichten, der uns lieb, aber auch teuer ist. Dass der NVV eine ordentliche Arbeit macht, zeigt sich daran, dass er 35 Prozent seiner Ausgaben (Bundesschnitt: 25 Prozent) über den Ticketverkauf hereinholt. Dass es besser geht, macht die KVG vor: Die holt 89 Prozent in die Kasse.

Rubriklistenbild: © dpa

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