HNA-Meinung

Kommentar zu Verkehrsplänen für Kassel: "Mit 30 in den Stau"

Kassel. Ein von der Stadt Kassel beauftragtes Verkehrsplanungsbüro hat unter anderem vorgeschlagen, auf Teilen der Holländischen, Frankfurter und Wolfhager Straße Tempo 30 einzuführen. Hintergrund der Pläne sind Prognosen über das zukünftige Verkehrsaufkommen. Frank Thonicke, Leiter der HNA-Redaktion Kassel, kommentiert das.

Man findet wahrscheinlich auch Gutachter, die sagen, man müsse die Auestadion-Kapazität auf 60.000 Zuschauer erweitern, weil der KSV Hessen nach unwiderlegbaren Berechnungen in 15 Jahren Champions-League-Sieger sei. Oder Fachleute, die für zwei weitere Landebahnen in Kassel-Calden mit dem Hinweis plädieren, dass der Flughafen in 30 Jahren sicher erfolgreicher sei als der Rhein-Main-Airport.

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Neues Verkehrskonzept: Tempo 30 auf Holländischer Straße geplant

Der Plan, Kassels Hauptverkehrsadern wie Holländische, Frankfurter und Wolfhager Straße teilweise zu Tempo-30-Zonen zu machen, fällt genau in diese Kategorie: wissenschaftlich verbrämter Unsinn.

Immerhin: Dass Stadtbaurat Christoph Nolda die Pläne nun mit den Bürgern offen diskutieren will, ist zu loben. Verdächtig nur, dass sich schon jetzt die Verwaltung meldet und beteuert, dass man voll hinter diesen Plänen stehe.

Stehen werden - das ist unsere gänzlich unwissenschaftliche Prognose - für die nächsten Jahre dann vor allem die Autofahrer. Nämlich in Monster-Staus.

E-Mail an den Autor: tho@hna.de

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