Der Busbahnhof muss ans Auestadion

Fernbus-Diskussion: Kommentar zu einem entscheidungsmüden Rathaus

Frank Thonicke (tho@hna.de)

Kassel. Obwohl die Deutsche Bahn nun am IC-Bahnhof Wilhelmshöhe eine Haltestelle für die steigende Anzahl von Fernbussen betreibt, will die Stadt durch einen Gutachter einen optimalen Standort ermitteln lassen. Ein Kommentar von Frank Thonicke, Leiter der Lokalredaktion Kassel.

Gutachten haben einen großen Vorteil. Der Auftraggeber braucht keine eigene Meinung zu haben und keine Entscheidung zu treffen. Die nimmt ihm der Gutachter ab. Geht dann irgendwann etwas schief, hat der Schuld. Und nicht der Auftraggeber.

So verfährt die Stadt in Sache Busbahnhof. Dass nun für eine Standortentscheidung extra ein Gutachten eingeholt wird, ist ein Witz. Einer, der zudem Steuergeld kostet.

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Vielleicht sollte man im Rathaus mal eine Entscheidung treffen. Eine, die vom klaren Menschenverstand diktiert wird und somit auf der Hand liegt. Denn es ist so einfach: zig Busse durch die Stadt fahren lassen? Nicht nötig. Leichte Erreichbarkeit für alle Busgäste? Gibt es. Kurze Wege zu den Fernstraßen, über die Fernbusse nun mal rollen? Sind vorhanden.

Des Rätsels Lösung: Der Busbahnhof muss ans Auestadion. Das liegt auf der Hand, und dafür braucht man kein Gutachten. Zwei Straßenbahnstationen bis zur City, viele Parkplätze, direkt an der Autobahn. Besser geht's nicht.

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