Claas Michaelis

Kommentar zur Mietpreisbremse in Kassel: "Nicht zu weit treiben"

Kassel / Wiesbaden. Die hessische Landesregierung will in Kassel den Anstieg bestehender Mieten bremsen. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Claas Michaelis:

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In welche Dimensionen die Mieten in Ballungsräumen klettern, treibt mancher Familie die Tränen in die Augen. Bezahlbaren Wohnraum zu finden, wird in Regionen wie dem Rhein-Main-Gebiet immer schwieriger. Deswegen ist es kein Wunder, dass 29 der 30 Städte, in denen die Landesregierung jetzt einen Deckel auf die Mietpreise gelegt hat, in Südhessen liegen. Kassel bildet dabei eher die Ausnahme. Doch auch hier steigen die Mieten, gerade in bevorzugten Lagen wie im Vorderen Westen. Ein Grund ist, dass es mehr Menschen in die Stadt zieht.

Weitaus erheblicher dürften jedoch die Folgen der niedrigen Zinsen auf den Kapitalmärkten sein. Weil mit reinen Finanzgeschäften immer weniger zu verdienen ist, heizt sich der Immobilienmarkt zunehmend auf.

Die Mietpreisbremse ist deswegen auch eine Warnung der Politik, es nicht zu weit zu treiben. Ob sie in Kassel den gewünschten Effekt hat, ist fraglich. Angesichts des insgesamt niedrigen Mietpreisniveaus könnte es eher dazu führen, dass Hausbesitzer nicht investieren, weil es sich einfach nicht mehr lohnt. clm@hna.de

Rubriklistenbild: © dpa

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