Uli Hagemeier über den Vorstoß des Kämmerers

Kommentar zur möglichen Bäder-Schließung: Die Debatte muss geführt werden

Warum hat Kassels Kämmerer Jürgen Barthel seinen Vorschlag, zwei Bäder zu schließen und ein neues zu bauen, nicht schon vor drei Jahren gemacht? Zwischenzeitlich wurde viel untersucht und noch mehr debattiert - einiges davon hätte man sich sparen können.

Allerdings muss man wohl auch dem Kämmerer zugestehen, seine frühere Meinung zu hinterfragen. Und sein Vorstoß ist nicht mehr als die Aufforderung, eine Meinung in der Stadt zu bilden.

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Viele Fragen sind ungeklärt: Können die Betriebshöfe der KVG zusammengelegt werden? Wird eine Kostensenkung bei den Bädern durch Mehrausgaben für das Tram-Depot aufgefressen? Reicht ein Bad im Westen der Stadt? Wie geht man mit Fördervereinen der Bäder um, die im Vertrauen auf öffentliche Zusagen gearbeitet haben?

Verwaltung und Politik müssen viele Antworten finden und Barthel wird in der Debatte reichlich Prügel beziehen. Trotzdem ist es gut, dass er die Debatte anstößt. Denn in einem Punkt hat er recht: Was jetzt entschieden wird, bleibt 50 Jahre stehen.

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