Kommentar zum Müll in Kassel: Der Bürger muss zahlen

Kassel. Es ist fast ein Mysterium: Kassel hat nur ein Drittel der Einwohner Frankfurts, aber tausend Tonnen mehr Sperrmüll pro Jahr. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Marcus Janz.

Wo lassen die Frankfurter ihre Schrankwände, Bürostühle und alten Matratzen verschwinden? Und wieso haben die Kasseler so viel davon im Keller und auf dem Dachboden herumstehen?

Die Lösung des Rätsels liegt in den Sperrmüllgebühren. Die sind in Kassel vergleichsweise günstig, sodass die Bürger ihren Unrat bereitwillig einsammeln lassen. Das hat schon der Landesrechnungshof anerkannt. Er hat aber auch kritisiert, dass Kassel die höchsten Müllgebühren hessischer Großstädte hat. Der Grund ist das eigene Müllheizkraftwerk, das für Kassel viel zu groß ist.

Das verursacht im Grunde unnötige Kosten, die die Bürger über die Müllgebühr zahlen. Dass es anders geht, zeigt das Beispiel Wiesbaden: Dort fällt noch mehr Müll an, aber die Entsorgung ist ohne eigene Verbrennung viel günstiger. Nun können wir das Kraftwerk nicht einfach loswerden. Befriedigend ist das beim Blick auf die Müllrechnung allerdings nicht.

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