Kommentar zu den niedrigen Heizölpreisen: Immer noch teuer

Kassel. Die Preise für Heizöl sind in Kassel so niedrig wie schon seit 2010 nicht mehr. Der zurückliegende Winter, der recht mild ausfiel, und die lahmende Wirtschaft haben für ein Überangebot gesorgt. José Pinto von der HNA-Redaktion Kassel kommentiert die sinkenden Preise.

Die wirtschaftlich kränkelnde Eurozone, eine insgesamt schwache Weltkonjunktur und die zahlreichen geopolitischen Krisen drücken nicht nur auf Konsumstimmung und Investitionsklima, sondern zunehmend auch auf den Öl- und damit auf den Sprit und Heizölpreis. Sehr zur Freude der Verbraucher, die für Energie jahrelang tief in die Tasche greifen mussten. Billig ist Heizöl aber dennoch nicht. Wir erinnern uns: Vor 20 Jahren kostete der Liter nicht mal ein Drittel.

Ende der 1960er-Jahre prognostizierte der elitäre „Club of Rome“ – eine internationale Denkfabrik – ein Ende der weltweiten Ölreserven in einigen Jahrzehnten. Er irrte, und zwar gewaltig. Selten waren die bekannten und dank modernster Fördermethoden erschließbaren Vorkommen so groß wie jetzt, selten wuchsen sie rascher als der globale Energiehunger. Und derzeit deutet nichts darauf hin, dass sich dies absehbar grundlegend ändern könnte. Wären nicht die ökologischen Folgen der Nutzung fossisler Energieträger, könnte man sich über die aktuelle Entwicklung freuen.

E-Mail an den Autor: jop@hna.de

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