Idee für Rückbau der Willi-Allee

Kommentar zu Noldas Verkehrspolitik: Wie vor 20 Jahren

Ginge es nach dem Willen des Kasseler Stadtbaurats Nolda, dann müsste die Willi-Allee auf zwei Spuren verengt werden. Dazu ein Kommentar von HNA-Chefredakteur Horst Seidenfaden.

Geht das denn schon wieder los? Menschen, die schon einige Jahrzehnte in Kassel leben, werden sich gut erinnern: Vor etwas mehr als 20 Jahren befreite sich Kassel bei einer Kommunal- und einer OB-Wahl vom Joch unbarmherziger verkehrspolitischer Diktatur. Ohne Rücksicht auf Wünsche und Befindlichkeiten der Bürger hatte eine rot-grüne Stadtregierung mit Lollis und anderen Folterinstrumenten auf Straßen und Plätzen gewütet. Sie wurden nicht nur abgewählt, sondern regelrecht aus dem Rathaus verjagt.

Die Personen haben gewechselt - und mit neuen Gesichtern sind die verkehrspolitisch-fundamentalistischen Ideen wieder aufgetaucht. Vorkämpfer der Bewegung „Man muss den Bürgern seinen Willen aufzwingen“ ist Kassels Stadtbaurat Christof Nolda. Der überzeugte Radfahrer steht für radikale Einschnitte beim Autoverkehr - sicherlich eine brillante Idee in einer Region, in der ein Automobilkonzern fast 20.000 Menschen beschäftigt. Kassels SPD muss aufpassen: Ihr Partner ist ein Jahr vor der Kommunalwahl auf Selbstvernichtung aus.

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