Bastian Ludwig über Subventionen

Kommentar zu öffentlichen Zuschüssen: Ein heikles Thema

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Bastian Ludwig

Damit Freizeitgestaltung nicht zum Luxus wird, subventionieren Stadt und Land die Angebote mit Millionen. Nun will Kassels Kämmerer die Zuschüsse eher am Zuspruch der Angebote orientieren. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Bastian Ludwig.

Der Kämmerer packt ein heißes Eisen an. Wenn er fordert, die Zuschüsse für Museen, Theater, Bäder und Bibliotheken stärker nach ihrem Publikumserfolg zu bewerten, macht er sich nicht nur Freunde. Denn bei der Gegenüberstellung von Kosten und Nachfrage schneiden etwa Museen vergleichsweise schlechter ab. Barthel wird so zum Anwalt derjenigen, die zur Hochkultur keinen Zugang finden.

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Aber er sollte nicht falsch verstanden werden. Der Kämmerer stellt keineswegs Museen und Theater infrage. Auch fordert er nicht, dass diese nur noch den Massengeschmack bedienen sollen das würde auch jede Innovation abwürgen. Er wünscht sich lediglich, dass die Verantwortlichen von steuerfinanzierten Einrichtungen das breite Publikum nicht aus den Augen verlieren.

Dies ist nachvollziehbar. Steuern sollen zum Nutze der Allgemeinheit eingesetzt werden. Kultur unter Ausschluss der Öffentlichkeit fällt nicht darunter. Das Naturkundemuseum ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich Anspruch und Publikumserfolg nicht ausschließen müssen.

E-Mail an den Autor: bal@hna.de

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