HNA-Meinung

Kommentar zur Osterfeuer-Richtlinie: Nicht alles vorschreiben

Kassel. Unmut bei vielen Veranstaltern von Osterfeuern: Eine Richtlinie des Landes Hessen gibt Vorgaben für Vorbereitung und Ablauf der Feuer. Peter Ketteritzsch, Leiter der HNA-Redaktion Kreis Kassel, kommentiert die Regeln.

Wer die Richtlinie des Landes studiert hat, der hat zu Brauchtumsfeuern keine Fragen mehr. Außer vielleicht dieser: Warum muss in Deutschland eigentlich alles haarklein geregelt werden? Dass man ein Osterfeuer nicht zur Entsorgung alter Reifen missbraucht, darüber dürfte inzwischen ebenso Konsens bestehen wie über die Notwendigkeit, Kinder bei einer solchen Veranstaltung besonders zu beaufsichtigen. Aber genau diese Selbstverständlichkeiten haben die Wiesbadener Umweltbürokraten in ihr Papier geschrieben.

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Eine ganze Reihe Vorgaben geht überdies an der Praxis vorbei. Holzstapel, zumal solche größeren Ausmaßes, können nicht erst am Tag der Veranstaltung aufgeschichtet werden. Und selbst wenn dies möglich wäre: Die Tiere, die dadurch vor dem Verbrennen bewahrt werden sollen, stecken trotzdem in dem Baum- und Strauchschnitt. Schließlich werden Bäume und Sträucher nicht am Tag des Osterfeuers geschnitten. Fazit: Nicht alles muss exakt geregelt werden. Schon gar nicht, wenn es auch so läuft.

E-Mail an den Autor: ket@hna.de

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