Kommentar zum Rainer-Dierichs-Platz: Mehr Leben nötig

Kassel. Es hagelt Kritik: Ein Frankfurter Architekt lässt kein gutes Haar am  Rainer-Dierichs-Platz vor dem Kulturbahnhof (Kuba) in Kassel. Ein Kommentar von Ellen Schwaab.

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Kritik an der Gestaltung des Rainer-Dierichs-Platzes am Kulturbahnhof

Natürlich ist der Rainer-Dierichs-Platz am Kulturbahnhof keine italienische Piazza. Historische Bauten sucht man dort vergebens. Stattdessen fällt der Blick auf funktionale Architektur der 1950er- bis 1990er-Jahre. Zugegebenermaßen nicht alles im besten Zustand, aber in Teilen von eigenem Reiz.

Die Planer haben versucht, aus der städtebaulichen Situation das Beste zu machen und den Wunsch der Anrainer nach einer Veranstaltungsfläche zu erfüllen. Dass der Platz nun als zu kahl empfunden wird, hat vor allem mit der mangelnden Nutzung zu tun. Hier sind auch die im Kuba ansässigen Gastronomen gefordert, für eine Belebung zu sorgen. Einzelne große Bäume könnten ebenfalls Abhilfe schaffen. Ihre Wirkung lässt sich am Scheidemann-Platz studieren.

Der Kulturbahnhof in unserem RegioWiki

Ein Mini-Wald, wie ihn der Städtebaukritiker Christoph Mäckler vorschlägt, scheint aber eher Ausdruck der eigenen Ratlosigkeit zu sein. Problematischer als die Weite des Platzes, die Raum für temporäre Nutzungen lässt, ist der grüne und zum Teil bereits stark abgenutzte Asphalt. Er wurde wohl aus der Not geboren, weil das Geld für einen anspruchsvollen Belag fehlte. Langfristig muss aber eine andere Lösung her.

Von Ellen Schwaab

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