Kommentar zur Razzia in Kassel: Der Terror rückt näher

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Kassel. Polizeikräfte haben in Kassel drei Wohnungen von mutmaßlichen Islamisten durchsucht. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Frank Thonicke.

Sie sind Nachbarn, leben unauffällig unter uns. Und dennoch sind sie vielleicht potenzielle Mörder. Infiziert von religiösem Fanatismus, bereit, Menschen zu töten und dafür selbst zu sterben.

Dass dieser Terrorismus offenbar nun mitten unter uns angekommen ist, mag viele erschrecken. Es ist aber nachzuvollziehen – warum soll ausgerechnet Kassel eine Insel sein, auf der es keine IS-Sympathisanten und Unterstützer gibt?

Beruhigend ist, dass die Ermittlungsbehörden offensichtlich mit Hoch- und Nachdruck arbeiten. Dass sie jedem Verdacht nachgehen und mögliche künftige Attentäter dingfest machen, ist richtig. Rätselhaft ist aber, warum man Männer, die verdächtig sind, schwere Straftaten zu begehen, wieder auf freien Fuß setzt.

Zu befürchten ist, dass Kagida und Konsorten sich nun die Hände reiben und auf neuen Zulauf hoffen: Seht her, wir haben Recht. Ihnen sei nochmal gesagt: Es gibt Millionen friedliche Muslime und vergleichsweise wenige islamistische Terroristen und Unterstützer. Hoffen wir, dass die seit gestern drei weniger sind.

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