Kommentar zum Rückmeldeverfahren der Uni: "Nicht übertreiben"

Kassel. Wer den Semesterbeitrag nicht rechtzeitig zahlt, dem droht die Exmatrikulation oder eine Strafe. Von der Universität Kassel wurde ein Student nun wegen 5 Cent zu wenig überwiesenem Geld beinah von der Uni ausgeschlossen. Ein Kommentar von HNA-Redakteurin Katja Rudolph.

Wer seine Rückmeldung zum neuen Semester verbaselt, muss sich in erster Linie an die eigene Nase fassen. Die Uni Kassel weist mehrfach deutlich auf die Rückmeldefrist und den Betrag hin. Und es ist nicht zu viel verlangt, wenn Studenten einen festgelegten Betrag innerhalb von sechs Wochen korrekt überweisen müssen.

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Trotzdem muss die Uni-Verwaltung immer wieder zu Beginn des Semesters in mehreren Tausend Fällen den Studenten hinterherrennen, erinnern, nachfragen, auf Fehler hinweisen. Dafür muss extra Personal abgestellt werden. Aus diesem Grund von säumigen Zahlern eine Art Mahngebühr zu erheben, ist kein Skandal. Klar ist auch, dass am Ende der komplette Betrag auf Euro und Cent vorliegen muss.

Wenn Studenten allerdings fristgerecht einen Betrag überwiesen haben, der eindeutig durch ein Versehen um wenige Cent zu gering ausgefallen ist, könnte die Uni auch ein Auge zudrücken. Und statt streng nach bürokratischen Regeln vorzugehen, ihr Entgegenkommen als guten Service begreifen.

Mail an den Autor: rud@hna.de

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