Pächtern droht nach 37 Jahren die Zwangsräumung

Kommentar zum Schlosscafé: "Drohung steht MHK nicht gut zu Gesicht"

Bastian Ludwig über das Schloss-Café

Kassel. Dem Ehepaar El Ahl droht die Zwangsräumung im Schlosscafé. Obwohl noch kein rechtskräftiges Urteil vorliegt, wurden sie vom Eigentümer, der Museumslandschaft Hessen-Kassel, aufgefordert, den Gastronomiebetrieb zu räumen. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Bastian Ludwig.

Die Entscheidung eines Gerichts ist zu akzeptieren. Punkt. Aber: Auch Richter können Fehler machen oder in ihrer Einschätzung danebenliegen. Deshalb sind Streitparteien gut beraten, die Überprüfung eines Urteils abzuwarten, bevor man auf dessen Basis Entscheidungen trifft.

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Diese Geduld will die MHK in der juristischen Auseinandersetzung mit den Betreibern des Schloss-Cafés nicht aufbringen. Nach langem Streit um die Dauer der Pachtverträge und nachdem die El Ahls 37 Jahre das Schloss-Café führen, soll es nun schnell gehen. Nicht etwa, weil sie ihre Pacht nicht bezahlt häten, sondern weil sie der MHK nicht mehr ins gastronomische Konzept passen.

Dass ist aus mindestens zwei Gründen unverständlich: Den erstens waren es die El Ahls, die der Gastronmie über all die Jahrzehnte die Stange hielten. Auch als wegen der langwierigen Baustellen auf der Tulpenallee die Gäste ausblieben. Und zweitens steht es einem Landesbetrieb wie der MHK nicht gut zu Gesicht, wenn er – obwohl kein rechtskräftiges Urteil vorliegt – mit Zwangsräumung droht.

Email an den Autor: bal@hna.de

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