Kommentar zur Einigung bei Rheinmetall: Anlass zum Aufatmen

Der Stellenabbau beim Panzerbauer Rheinmetall Landsysteme (RLS) in Kassel wird nicht so hart ausfallen, wie Belegschaft und Gewerkschaft ursprünglich befürchtet hatten. Ein Kommentar von Axel Schwarz.

"In jedem Einzelfall ist der Verlust des Arbeitsplatzes schlimm. Ebenso schlimm ist derzeit die Unsicherheit bei Rheinmetall, denn noch ist nicht klar, wen der Stellenabbau treffen wird. Dennoch: Nach der Verhandlungs-Einigung hat die Gesamtbelegschaft auch Anlass zum Aufatmen. Der bundesweite Umbau bei dem Rüstungsunternehmen hätte den Standort Kassel erheblich härter treffen können.

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Dass es vergleichsweise glimpflich auszugehen scheint, daran haben beide Parteien im betrieblichen Interessengefüge ihren Anteil. Die Gewerkschafter haben ihren anfänglichen Konfrontationskurs verlassen und am Verhandlungstisch eine schnelle und tragbare Lösung für die Betroffenen erreicht. Rheinmetall wiederum hat sehr weitgehende Zugeständnisse gemacht – wohl auch aus der Erkenntnis, dass man dem Standort Kassel, der jahrelang für gute Gewinne sorgte, etwas schuldig ist.

Das Unternehmen hat nachvollziehbar dargelegt, warum das Geschäft mit Rüstungsgütern nun nicht mehr so glänzend läuft. Es ist auch ein Zeichen von Verantwortung, einen Betrieb so anzupassen, dass die, die noch an Bord sind, sichere Arbeit haben."

Von Axel Schwarz

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