HNA-Kommentar

Neue Straßenlaternen: Stadt spart, Bürger zahlt

Kassel. In der Stadt gibt es 20.000 Straßenlaternen. Die meisten davon stammen aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Nun sollen sie erneuert werden. Annähernd die Hälfte müssen Hauseigentümer berappen. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Jörg Steinbach.

Jörg Steinbach (E-Mail: ach@hna.de)

Mehr Licht - Goethes letzte Worte würden auch Bürger fordern, die in anderen Städten moderne Straßenbeleuchtung gesehen haben. Öfter stehen an Kassels Straßen noch alte Funzeln, die zwar eine Menge Strom verbrauchen, aber nur begrenzt für Licht und Sicherheit sorgen.

Über viele Jahre wurde versäumt, die Straßenbeleuchtung auf modernen Stand zu bringen. Jetzt spricht der Magistrat ganz ungeniert von einem Investitions-Stau, den er selbst zu verantworten hat. Dabei geht es nicht bloß darum, alte Quecksilberdampflampen durch LED-Technik zu ersetzen. Tausende von Laternen müssen komplett erneuert werden, und das kostet richtig viel Geld. Die Stadt kann sich das nicht mehr leisten und nimmt die Stadtwerke in die Pflicht.

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Neu dabei ist, dass künftig in großem Stil Anliegerbeiträge eingesammelt werden sollen. Die Stadt und die Werke sparen durch neue Beleuchtungstechnik Strom und Wartungskosten, wir Bürger zahlen - so ist das unter dem Finanz-Schutzschirm. Da ist besseres Licht nur noch ein schwacher Trost.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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