Kommentar zum Tierhandel: Wo bleibt die Würde?

Kassel. Das Kasseler Tierheim schlägt Alarm: Die Wau-Mau-Insel muss nach eigenen Angaben in jüngster Zeit vermehrt verwahrloste Tiere aufnehmen. Ein Kommentar.

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Betroffenheit und Wut gewinnen Überhand, wenn man sich den Zustand von so manch abgeschobenem Tier in der Wau-Mau-Insel anschaut. Für die Kreaturen, denen ihr Schmerz - hervorgerufen durch Verwahrlosung - anzusehen ist, kann man nur Mitleid empfinden. Für ihre früheren Herrchen und Frauchen allenfalls Verachtung.

Das sind keine Tierfreunde, die sich aus einer Laune heraus einen Pudel oder Hamster anschaffen. Wer mit einem Tier leben möchte, der muss in Kauf nehmen, dass dies neben Zuwendung auch Zeit und Geld kostet. Hunde scheinen mittlerweile im Internet wie Kleider oder Schuhe gehandelt zu werden. Hamster und Kaninchen werden im Baumarkt neben Schrauben in den Wagen geladen.

Nach Lust und Laune. Sind diese vergangen, soll sich dann das Tierheim kümmern. Solange Tiere als Ware und nicht als Lebewesen mit Recht auf eine würdevolle Behandlung gesehen werden, wird dieser Missbrauch nicht enden. Es ist dringend erforderlich, dass die Politik solche Geschäfte erschwert - notfalls mit zusätzlichen Steuern beim Handel.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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