Fristlose Kündigung droht

"Falsches Vorgehen" - Kommentar zum Tierverbot in Kasseler Wohnheimen

Student Tim Hoffmann hat sich Mischlingshündin Mia trotz des Haustierverbots in den Kasseler Studentenwohnheimen angeschafft. Jetzt droht ihm die fristlose Kündigung, wenn er den Hund nicht abgibt. Ein Kommentar von Lokalredakteurin Katja Rudoph.

Wer in die treuen, braunen Augen von Mia schaut, dem tut es natürlich leid, dass die süße Mischlingsdame ihr liebevolles Herrchen verlassen soll. Allerdings ist der Student selbst schuld, wenn er den Hund wieder abgeben muss.

Er hat sich bewusst dem Haustierverbot des Studentenwerks widersetzt. Weil er sich im Recht fühlt. Jetzt wird der Streit auf dem Rücken des Tieres ausgetragen, das vermutlich bald ein neues Zuhause braucht. Allein im Sinne der Hündin hätte er die Sache im Vorfeld klären müssen.

Sein Anliegen, das generelle Tierverbot in den

Katja Rudolph

Wohnheim-Mietverträgen zu kippen, ist dennoch berechtigt. Die Rechtslage ist nach dem jüngsten BGH-Urteil nicht eindeutig. Andere Studentenwerke, etwa in Marburg, ändern daher derzeit ihre bisherigen Haustierverbote. Auch das Kasseler Studentenwerk sollte darüber nachdenken zugunsten von Einzelfallentscheidungen. Doch auch das würde wohl kaum bedeuten, dass größere Tiere wie Hunde und Katzen in Zukunft erlaubt sind.

Die beengten räumlichen Verhältnisse und die ständig wechselnden Zusammensetzungen der Wohngemeinschaften sind nachvollziehbare Argumente dagegen.

Der Hundehalter im Interview

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