Kommentar zur Trinkraum-Panne: Es ist nur peinlich

Statt die betroffene Vermietergesellschaft über einen möglichen neuen Trinkraum in ihren Räumen zu informieren, hat die Stadt Kassel in Gesprächen lediglich von "sozialer Begegnungsstätte" gesprochen. Das bezeichnet sie nun als "bedauernswertes Versäumnis". Ein Kommentar.

Da kann man sich nur wundern: Bürgermeister Jürgen Kaiser präsentiert einen von der politischen Mehrheit gewünschten Trinkraum - ohne einen unterschriebenen Mietvertrag für solch ein brisantes Vorhaben in der Tasche zu haben.

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Nur eineinhalb Stunden später macht der Eigentümer einen Rückzieher, nachdem er erstmals von Journalisten erfahren hat, dass die Stadt Kassel in dem Ladenlokal einen Raum für Alkoholabhängige eröffnen will. Woher hätte der Eigentümer auch wissen sollen, was die Stadt in dem Hochhaus wirklich vorhat?

Wer den von der Stadt benutzten Begriff „soziale Begegnungsstätte“ hört, der denkt an häkelnde Senioren oder an Spielkreise, aber nicht an einen Treffpunkt für die Kasseler Trinkerszene. Nach dem Verständnis der Stadt hätte dort genauso gut ein Bordell oder eine Spielhalle eröffnen können. Das sind irgendwie auch soziale Begegnungsstätten.

Es ist peinlich, wie die Stadt das wichtige Thema Trinkraum durch dieses dilettantische Handeln der Lächerlichkeit preisgibt. (use)

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