Gespräche außerhalb von Gerichtssälen

Kommentar zur Vermittlung im Streit ums Schloss-Café: Erstes Ziel ist erreicht

Kassel. Der hessische Kunst- und Wissenschaftsminister Boris Rhein will am Donnerstag nach Kassel reisen, um im Streit zwischen den Betreibern des Schloss-Cafés und der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) zu vermitteln. Ein Kommentar dazu von HNA-Redakteur Bastian Ludwig.

Die hohen Wellen, die im Konflikt zwischen den Schloss-Café-Pächtern und der MHK entstanden sind, haben Wiesbaden erreicht. Nun will Minister Boris Rhein nach Kassel reisen, um mit allen Beteiligten zu sprechen. Das bedeutet noch nicht, dass der familiär geführte Café-Betrieb gerettet ist, aber es sorgt überhaupt erst mal dafür, dass außerhalb von Gerichtssälen miteinander gesprochen wird. Denn wenn es eine Perspektive für die Pächter gibt, dann kann diese nur mit und nicht gegen die MHK entstehen.

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Ob am Ende der Gespräche ein Kompromiss steht, das wird man sehen. Ein Ziel ist aber jetzt schon erreicht. Durch den Einsatz vieler Kasseler wurden die Wellen erzeugt, die nötig waren, um in Wiesbaden wahrgenommen zu werden. Nur weil sich so viele Menschen mit den beliebten Gastronomen solidarisierten, gibt es die Chance auf eine gütliche Einigung. Das ist tröstlich. Denn es zeigt, dass die Bürger Entscheidungen einer Behörde nicht bloß hinnehmen. Sie erheben ihre Stimme, auch ohne dass damit persönliche Vorteile verbunden sind.

E-Mail an den Autor:  bal@hna.de

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