Kommentar zur vertraulichen Geburt: Wichtiges Angebot

Anja Berens über die vertrauliche Geburt

Kassel. Seit dem 1. Mai dieses Jahres gibt es ein Gesetz, das Schwangeren erlaubt, ein Kind in einem Krankenhaus zur Welt zu bringen, ohne die eigene Identität preiszugeben. Es soll verhindern, dass Schwangere ihr Kind heimlich gebären. Ein Kommentar dazu von HNA-Redakteurin Anja Berens.

Das Gesetz zur vertraulichen Geburt war noch nicht beschlossen, da meldeten sich die ersten Kritiker zu Wort: Mütter, die ihre Schwangerschaft verbergen oder verdrängen, seien kaum empfänglich für derlei Hilfsangebote. Und unter Wehen fänden solche Frauen gewiss nicht den Weg in die nächste Klinik. Wieder andere bemängeln, das Gesetz sei ein fauler Kompromiss, weil Babyklappen und gänzlich anonyme Geburten weiter geduldet werden.

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Diese Kritik mag nachvollziehbar sein. Gleichwohl ist die Frage doch nicht die, was die bessere Alternative ist: Jedes Jahr werden deutschlandweit 25 bis 30 Säuglinge ausgesetzt oder im schlimmsten Fall getötet – von der Dunkelziffer mal ganz abgesehen. Vor diesem Hintergrund kann jede Anstrengung, ein Kinderleben zu retten, doch nur richtig sein.

E-Mail an die Autorin: abe@hna.de

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