Erzieher fasste Kinder zu hart an

Kommentar zu den Vorfällen im Waldorfkindergarten: Kindeswohl zuerst

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Bastian Ludwig

Der Waldorfkindergarten an der Goetheanlage ist in Aufruhr. Ausgelöst worden war die Verunsicherung durch die Beobachtungen: Drei Elternpaare berichteten von blauen Flecken an den Körpern ihrer Kinder, die durch hartes Durchgreifen eines Erziehers entstanden seien. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Bastian Ludwig.

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Wenn ein Erzieher Gewalt einsetzt, um Kinder zu disziplinieren, hat er damit klar eine Grenze überschritten. Gewalt beginnt nicht erst bei Schlägen. Dass er möglicherweise überfordert war, ist eine Erklärung, eine Entschuldigung ist es aber nicht. Es ist beruhigend, dass dies die neu eingesetzte Leitung des Kindergartens und der Vorstand des Trägervereins genauso sehen. Das Wohl der Kinder steht an vorderster Stelle.

Insofern kann der Erzieher froh sein, dass er in einer Einrichtung arbeitet, die bemüht ist, allen Belangen gerecht zu werden. So erhält er, auch dank des Vertrauensvorschusses etlicher Eltern, eine zweite Chance. In anderen Einrichtungen wäre dies sicher anders gelaufen.

Trotz der Vorfälle, die viel Unruhe in die Waldorf-Kita gebracht hatten, gibt es die Chance auf einen positiven Ausgang. In der Kita wird nun offen über die Verfehlungen gesprochen. Dies war nicht immer so. Nun arbeitet die Kita an einem neuen Konzept und organisiert ihre Strukturen - auch im Sinne von Transparenz und Elternbeteiligung - neu.

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