Kammerkritiker hat verloren

Kommentar zur Wahl von Viessmann zum IHK-Präsidenten: "Stand viel auf dem Spiel"

José Pinto

Beobachter hatten Boeddinghaus im Vorfeld bis zu 25 Stimmen zugetraut - doch gewonnen hat auch dieses Mal Dr. Martin Viessmann: Er ist wieder zum Präsidenten der IHK gewählt worden. Ein Kommentar von HNA-Redakteur José Pinto.

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Der umtriebige Kammerkritiker hat die Wahl zum IHK-Präsidenten zwar verloren, ein Verlierer ist er deswegen aber nicht. Sein Abschneiden ist durchaus respektabel, wenn auch viele Beobachter ihm mehr zugetraut hätten. Immerhin hat er es geschafft, prozentual so viele Kritiker ins Kammerparlament zu bekommen wie in kaum einer anderen IHK.

Und Martin Viessmann? Er ist unbestritten der Sieger dieser Wahl – nicht nur hinsichtlich des überraschend guten Ergebnisses, sondern vor allem auch, weil er sich geopfert hat. Denn der vielbeschäftigte Unternehmer, der aus beruflichen und privaten Gründen nicht zur Wiederwahl antreten wollte, sich dann aber doch breitschlagen ließ, hat nicht kandidiert, um Präsident zu bleiben, sondern um Boeddinghaus zu verhindern. Nur ihm hat man zugetraut, dem Kritiker den Weg an die Spitze zu verbauen.

Für die IHK Kassel-Marburg, aber auch für die gesamte Kammerorganisation im Bund stand viel auf dem Spiel. Boeddinghaus als Kammerpräsident wäre einem Dammbruch gleichgekommen.

Mail an den Autor unter: jop@hna.de

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