Kommentar zur Wunderheiler-Messe: "Einfach unerträglich"

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Kassel. Im April gibt es in der Kasseler Stadthalle eine Messe der Wunderheiler. "Unerträglich" findet HNA-Redakteur Axel Schwarz diese Veranstaltung und alles, was damit zu tun hat. Ein Kommentar.

Was sich die Kongressstadt Kassel als Eigentümerin der Stadthalle da ins Haus holen will, ist einfach unerträglich. Bei näherer Beschäftigung mit den Strippenziehern der Messe „Spirit of Health“ stößt man auf einen haarsträubenden Sumpf aus obskuren Heilsversprechen und gefährlicher Quacksalberei, Sektengebaren, Titelmissbrauch und anmaßender Selbsterhöhung medizinischer Laien, die kranken Menschen zum eigenen finanziellen Nutzen das Blaue vom Himmel weissagen.

Man kann Hilfesuchenden, die solchen Scharlatanen auf den Leim gehen, keinen pauschalen Vorwurf machen. Ihre Verzweiflung an den Unzulänglichkeiten der offiziellen Gesundheitsbürokratie ist oftmals nachvollziehbar und bisweilen sogar berechtigt. Es steht jedem frei, sich nach eigenem Gutdünken Rat zu suchen. Aber ob es in Kassel Freiräume für die Geschäftemacherei gefährlicher Quacksalber geben soll, müssen die Verantwortlichen im Rathaus und bei Kassel Marketing entscheiden.

Gegen den Kagida-Spuk hatte eine breite Koalition vernünftiger Kasseler entschieden Position bezogen. Und dieses Festival der Scharlatane will man nun einfach so durchwinken? Ich finde, es muss unterbunden werden – es geht um das Ansehen unserer Stadt.

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