Oberbürgermeisterwahl in Kassel

Sieg von Christian Geselle: Es gab von vornherein keine Alternative

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Anlässlich der OB-Wahl in Kassel versammelten sich Kandidaten, Politiker und Bürger im Stavosaal in Kassel, um das Ergebnis abzuwarten. Christian Geselle (SPD) siegte im ersten Wahlgang

Kassel. Christian Geselle (SPD) ist Kassels neuer Oberbürgermeister. Mit 56,6 Prozent siegte er im ersten Wahlgang souverän. Ein Kommentar von HNA-Lokalchef Frank Thonicke.

Der Favorit hat sich durchgesetzt: Christian Geselle ist der neue Oberbürgermeister von Kassel. Gleich im ersten Wahlgang übersprang der Sozialdemokrat souverän die 50 Prozent-Hürde. Das war nicht leicht angesichts von gleich fünf Konkurrenten.

Obwohl – bei allem Respekt vor den anderen Kandidaten: Es gab von vornherein keine Alternative zu Geselle. Er ist einer, der weiß, wo das Herz der Kasseler schlägt. Er ist in der Stadt geboren, hier aufgewachsen, ist als Polizist Streife gelaufen (in Frankfurt) und hat sich dann emporgearbeitet. So einer ist geerdet – was für einen Kommunalpolitiker eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

In seinem Job als Magistratsmitglied hat Geselle zudem bewiesen, dass er anpacken kann. Er managte die Probleme Schleuse und Campingplatz, bei denen jahrelang herumgeeiert worden war.

Geselles größte Aufgabe steht jetzt an: Er muss, um stabil regieren zu können, eine neue Mehrheit zusammenzimmern. Im Raum stehen eine Ampel oder große Koalition – leicht wird es in keinem Fall.

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mapaboAntwort
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...und die relevante Zahl heißt hier: 56,6% für Geselle. Das ist nun mal die Realität, Sie träumen nicht!
Und in der Realität gilt nunmal auch: wer nicht wählt, hat kein Recht sich zu beschweren.

LoddarMAntwort
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Sie liegen , wie meistens , falsch .
Ideologische Verblendung trübt den Blick für die Realität . Diese drückt sich meistens in Zahlen aus !

Calden67Antwort
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Es stimmt. Streng genommen ist dies keine repräsentative Stichprobe in der Terminologie der Statistik. Kann aber dennoch als solche betrachtet werden - weil es keine Pflicht zur Wahl gibt.
Die von ihnen angeführte Studie der Bertelsmannstiftung besagt lediglich, dass gewisse soziale Milieus überproportional zur Gruppe der Nichtwähler zählen. Es sagt nichts darüber aus, was diese Nichtwähler denn gewählt hätten. Aber weil es so einleuchtend klingt, beginnt hier gerne die Spekulationen der Motive der Nichtwähler. Und je nach politische Verortung, werden sich gerne die Nichtwähler einverleibt.

Nur ist es leider so, mit Sicherheit zum Bedauern von Parteien die gerne die "schweigende Mehrheit" hinter sich wähnen, dass die Gruppe der Nichtwähler ziemlich genau das wählen würden, was die Wähler wählen. Komliziert? Die berühmte Sonntagsfrage beweist dies jedesmal aufs neue - Nichtwähler werden hier nicht erfasst - sie müssen eine Antwort geben. Auch Studien (ich meine von Forsa) diesbezüglich kommen zu dem gleichen Ergebniss.

Kommentare

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