Bis 2015 sollen weitere Großprojekte wie die Sanierung der Löwenburg beendet sein

Museumslandschaft: Die Kur kommt in Gang

Neue Galerie: Umbau kostet 23 Millionen Euro, Bauzeit bis November 2011

Kassel. Im Herbst öffnet die Neue Galerie nach zweijähriger Bauzeit ihre Pforten. Das Besucherzentrum am Herkules steht kurz vor der Fertigstellung, und die Wasserspiele im Bergpark sprudeln nun auch wieder am Steinhöfer Wasserfall und am Aquädukt.

Nach einigen Rückschlägen in der Vergangenheit geht der Ausbau der Kasseler Museumslandschaft jetzt voran.

Viel Geld aufgebracht werden muss auch für weniger spektakuläre Projekte wie den Wege- und Parkplatzbau am Herkules (3,2 Millionen Euro), die Verkehrserschließung (4,8 Mio. Euro ohne Parkplatz Ochsenallee) und die Sanierung der Trink- und Abwasseranlage Wilhelmshöhe (1,65 Millionen Euro).

Die Sanierung der Parkarchitekturen (2 Mio. Euro), die Instandsetzung der Alten Wache mit dem Schloss-Café (0,7 Mio. Euro für den ersten Bauabschnitt) und der Gastronomie im Park (Kaskadenrestaurant 0,85 Mio. Euro) sind weitere Posten auf der Ausgabenliste. Eingeplant sind außerdem 4,9 Millionen Euro für den Neubau des Gartenbetriebshofs sowie 0,9 Millionen für die Instandsetzung der Reithalle in Wilhelmshöhe.

Einiges ist in Verzug geraten. Die Sanierung des Ballhauses am Schloss Wilhelmshöhe, für die 3,8 Millionen Euro vorgesehen sind, steht noch aus. Die ursprünglichen Pläne, das historische Gebäude zu einem ganzjährig nutzbaren Ausstellungs- und Veranstaltungsort auszubauen, musste man aus statischen Gründen fallen lassen. Der Baugrund erwies sich als problematisch.

Neue Planung nötig

Noch mal von vorn anfangen mussten die Museumsplaner auch beim Besucherzentrum am Herkules, nachdem die Welterbeexperten gegen den damals favorisierten Standort ihr Veto eingelegt hatten. Beide Projekte sind dadurch zum Teil erheblich verzögert worden. Ernst Wegener, Kassel-Beauftragter im Wiesbadener Kunstministerium, zieht trotzdem eine positive Bilanz: „Die Neue Galerie wird zur nächsten documenta längst fertig sein, und auch der Bergpark wird sich zur Begutachtung als Unesco-Weltkulturerbe in einem mustergültigen Zustand präsentieren“, sagt er. Im Zuge der Sanierungen sind laut Wegener zukunftsweisende Verfahren ausgearbeitet worden wie die Entwicklung eines Kunststeins als Ersatz für den Basalttuff (die historischen Steinbrüche seien erschöpft) sowie klimatechnische Innovationen für Löwenburg und Ballhaus. (els)

Archivfotos: Koch / Malmus (1) / Schachtschneider (1) / nh

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