Ortsbeirat Fasanenhof diskutiert über Videoüberwachung an der Ihringshäuser Straße

Kommt Kamera an die Haltstelle ?

Fasanenhof. Die Endhaltestelle Ihringshäuser Straße wird immer mehr zum Ziel jugendlicher Randalierer. Nachdem Jugendliche einen an einer Stange befestigten Müllcontainer aus dem Boden gerissen und damit Schaukästen mit Fahrplänen zerschlagen haben, diskutierte jetzt der Ortsbeirat über eine Videoüberwachung der Haltestelle.

„Da geht es nachts ganz schön zur Sache“, sagt Anni Anacker (SPD). Auch das dort stehende Telefonhäuschen werde oft durch Vandalismus beschädigt. „Das ist ein Problem, das wir ständig auf der Tagesordnung haben, bis jetzt hat sich nichts gebessert, im Gegenteil, es wird immer schlimmer“, sagt Anacker.

Deshalb sprach sich die Stadtteilparlamentarierin für eine Überwachung der Haltestelle mit Kameras aus. „Die Ordnungskräfte haben das nicht im Griff, vielleicht könnte eine Überwachungskamera als Abschreckung dienen“, fand auch stellvertretender Ortsvorsteher Bernd Bolzmacher (CDU). Ortsvorsteher Peter Carqueville (SPD) lehnte hingegen den Vorschlag einer Videoüberwachung ab. „Fünf Prozent der Überwachungszeit zeichnet die Kamera dann wahrscheinlich Randalierer auf, den Rest normale Bürger. Das kann nicht die Lösung sein“, sagt er. Zudem fürchtet Carqueville durch eine Kamerainstallation nur eine Verschiebung des Vandalismusproblems: Wenn die Jugendlichen dort überwacht werden, gehen sie eben in andere Straßen.“ Eine Lösung, um das Thema präventiv anzugehen, soll nun am runden Tisch gemeinsam mit der Polizei, dem Ordnungsamt und den beiden Cliquenbetreuern im Stadtteil, gefunden werden. (pmn)

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