Die Uni kommt ins Schwitzen

Hochschuleigenes Fitnessstudio öffnet seine Pforten

Warmmachen für die Eröffnung: Heute geht der Betrieb im Fitnessstudio der Uni los. Unser Bild zeigt Studioleiter Tobias Heyer (vorn) und am Ruderergometer die Sportstudenten Dennis Schanze, Patrick Mohr und Marina Maser (von links). Fotos: Malmus

Kassel. Wer körperlich in Form kommen will, kann dazu künftig auch an die Uni gehen. Heute eröffnet ein neues Fitnessstudio, das am Institut für Sport an der Damaschkestraße angesiedelt ist. Neben Studenten und Uni-Mitarbeitern können auch Nicht-Hochschulangehörige dort trainieren.

Das Studio, das 350 Quadratmeter im Erdgeschoss des nagelneuen Anbaus an die Aueparkhalle einnimmt, ist für insgesamt 500 bis 600 Nutzer ausgelegt, sagt Gerhard Blömeke-Rumpf vom Allgemeinen Hochschulsport (AHS). Neben 40 Cardio- und Kraftgeräten gibt es einen Bereich für Freihanteltraining und große Matten, auf denen die Besucher individuelle Koordinations-, Dehn- und Kräftigungsübungen machen können. 18 geschulte, überwiegend studentische Trainer betreuen die Sporttreibenden.

Inklusive der Ausstattung hat das Fitnesszentrum „Unifit“ 614 000 Euro gekostet. Knapp die Hälfte davon soll über die Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen refinanziert werden. Für Studenten gibt es dennoch günstige Tarife ab neun Euro im Monat. Externe Nutzer zahlen etwas mehr, trainieren aber immer noch preiswerter als in den meisten regulären Fitnessstudios. Zuschüsse für den Betrieb von Unifit sind nicht vorgesehen, der Betrieb soll sich selbst tragen.

Training, Forschung, Lehre

Knallgrüner Anbau: Institutsdirektor Volker Scheid (links) und Gerhard Blömeke-Rumpf, Leiter des Allgemeinen Hochschulsports, freuen sich, dass der Fachbereich ab Juli komplett an der Damaschkestraße angesiedelt ist.

Die neue Einrichtung diene einerseits dazu, das Trainingsangebot für die 650 Sportstudenten zu verbessern, sagt Prof. Volker Scheid, Direktor des Instituts für Sport und Sportwissenschaft. „Das ist ein Faktor bei der Studienortwahl.“ Das Fitnessstudio solle aber auch in Forschung und Lehre einbezogen werden, betont der Wissenschaftler. Auch im Schulsport spiele Fitnesstraining eine Rolle. „Wir wollen unsere Lehramtsstudenten so ausbilden, dass sie entsprechende Unterrichtseinheiten auch umsetzen können“, sagt Scheid.

In einem bewegungsdiagnostischen Labor sollen laut Scheid künftig Studien vorgenommen werden, um beispielsweise Trainingseffekte gezielt zu untersuchen.

Mit dem Fitnessstudio geht zumindest ein Teil des neuen, knallgrünen Anbaus an der Aueparkhalle bereits in Betrieb. Nach dem Semesterende im Juli sollen dort die Bereiche des Sport-Instituts einziehen, die bislang am AVZ in Oberzwehren untergebracht waren.

Eigentlich war der Umzug bereits für März geplant, doch der Zeitplan ließ sich nicht einhalten. Die Baukosten haben sich um 150 000 Euro auf 4,5 Millionen Euro erhöht. Mit der Zusammenlegung der beiden Standorte ist für das Institut die umständliche Zeit der langen Wege beendet.

Weitere Verbesserungen zeichnen sich laut Scheid bereits ab: Bis 2015 will die Uni Kassel auch ein eigenes Bootshaus auf dem Gelände des Rudervereins Kurhessen-Cassel (RKC) am Auedamm bauen. Damit könnten die Kasseler Lehramtsstudenten auch fit gemacht werden für Rudern im Schulunterricht.

Von Katja Rudolph

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