Verdacht der Untreue und des Betrugs

Kommunalpolitiker Dr. Bernd Hoppe im Januar auf Anklagebank

Bernd Hoppe

Kassel. Der Kasseler Anwalt und Kommunalpolitiker Dr. Bernd Hoppe (56) muss sich ab dem 8. Januar 2018 auf der Anklagebank des Landgerichts verantworten.

Hoppe ist wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Untreue in neun Fällen und in einem Fall wegen Betrugs und Gebührenüberhebung angeklagt. Das teilte Horst Ulrich Schönhofen, Sprecher des Landgerichts Kassel, auf Anfrage mit. Es seien drei Verhandlungstage vorgesehen und zwölf Zeugen geladen.

Hoppe, der bei der Oberbürgermeisterwahl im März dieses Jahres als Kandidat der Freien Wähler angetreten war, steht im Verdacht, zwischen März 2012 und September 2015 Geldbeträge, die er als Anwalt bekommen hat, nicht pflichtgemäß verwendet zu haben. Konkret soll er das Geld nicht an Mandanten weitergeleitet haben, so Dr. Götz Wied, Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel. Insgesamt geht es um 200 000 Euro, die Hoppe unrechtmäßig einbehalten haben soll. Das Geld stammt aus Mandatsverhältnissen, in denen Hoppe in einer erbrechtlichen Angelegenheit oder als Testamentsvollstrecker tätig geworden war.

Hoppe lehnte eine Stellungnahme ab. „Nein, ich sage dazu nichts“, erklärte er am Dienstag gegenüber der HNA. 

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