Wahlbenachrichtigungen werden erstmals als Brief verschickt

Kommunalwahl: Städte, Gemeinde und Parteien müssen eine Million Euro Kosten stemmen

Kassel. Für die Wahl am 27. März geben Städte und Gemeinden sowie Parteien in der Region Kassel knapp eine Million Euro aus. Allein die Stadt Kassel rechnet mit Kosten von etwa 400.000 Euro. In dieser Summe ist auch eine eventuelle Stichwahl bei der Direktwahl des Oberbürgermeisters eingerechnet.

In der Stadt Kassel finden am 27. März gleich vier Abstimmungen an einem Tag statt: Volksabstimmung über die Schuldenbremse, Direktwahl des Oberbürgermeisters, Wahl zur Stadtverordnetenversammlung sowie die Wahlen der Ortsbeiräte. Deswegen seien die Kosten etwa ein Drittel niedriger als wenn an mehreren Terminen gewählt würde, sagte Wahlleiter Hans-Jochem Weikert.

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Auflistung der Kasseler Parteien zur Wahlkampffinanzierung (Pdf).

Ähnlich ist es im Landkreis, wo neben der Volksabstimmung zeitgleich der Kreistag und die Gemeindeparlamente gewählt werden. In Baunatal, Fuldabrück und Schauenburg werden zudem die Bürgermeister gewählt.

Ein Großteil der Kosten entfällt auf die Aufwandsentschädigungen der Wahlhelfer. In der Stadt sind am 27. März etwa 2000 Helfer im Einsatz. Für die Auszählung werden in den beiden Tagen nach der Wahl etwa 650 Mitarbeiter der Stadt eingesetzt. In der Folge könne es zu Einschränkungen für den Publikumsverkehr im Rathaus kommen, sagte Weikert.

In den Verwaltungen laufen die Vorbereitungen, seit der Wahltermin vor Monaten festgelegt wurde. In diesen Tagen werden die Wahlbenachrichtigungen verschickt. Diese landen nicht in Form der sonst üblichen Karten, sondern als Briefe im Postkasten. Grund sei die Vielzahl der Abstimmungen. Weikert bittet Wahlberechtigte um Aufmerksamkeit, damit die Benachrichtigungen nicht versehentlich in den Müll geworfen werden.

Ein großer Teil der Ausgaben für die Wahl bleibt in der Region. Die Zettel für die Kommunalwahl in Kassel haben örtliche Druckereien produziert.

Von Claas Michaelis

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