Umbau für 220 000 Euro beendet: Theater präsentiert sich mit großzügigem Eingangsbereich

Komödie hat sich schick gemacht

Warmes Licht, rotbespannte Wände: Auch Nadine Steil (links) und Racine Saupe vom Theaterschiff Bremen ließen als Einweihungsgäste das Ambiente im neuen Foyer auf sich wirken. Foto: Dilling

Kassel. Vor sieben Jahren stand die Kasseler Komödie noch vor der Pleite. Die Auslastung der 163 Zuschauerplätze habe gerade mal noch 35 Prozent betragen, sagt Geschäftsführer Knut Schakinnis. Nun peilt Theaterleiter Markus Exner einen neuen Besucherrekord an. „Wir hoffen, bis zum Sommer die Marke von 40 000 Besuchern zu knacken, erklärt er. Das aktuelle Lustspiel „Heiße Zeiten“ sei ein Renner, die meisten Vorstellungen ausverkauft. Bis Ende Januar habe schon 25 000 Zuschauer gezählt.

Großzügiges Foyer

Die Einweihung des neuen Foyers, die Exner, Schakinnis und Oberbürgermeister Bertram Hilgen mit einigen Freunden des Theaters feierten, dürfte den Aufschwung des traditionsreichen Schauspielhauses weiter befeuern: Besucher müssen sich nun nicht mehr durch den engen Zugang von der Friedrich-Engels-Straße her zum Bühnenraum drängen, sondern gelangen bequem durch den Ticket-Shop der Komödie an der Friedrich-Ebert-Straße über eine breite Treppe in das großzügige, neue Foyer. Auf Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte wartet ein Aufzug. Rampen sorgen für einen barrierefreien Zugang zum Zuschauerraum.

„Der Zuschauer ist heute anspruchsvoller. Ein gutes Bühnenprogramm reicht nicht, das Drumherum muss auch stimmen“, sagte Exner. Letzteres lässt jetzt keine Wünsche mehr offen. Eine große Bar, bequeme rote Polstersessel und Stehtische laden zum Verweilen und zum Gespräch in der Pause zwischen zwei Akten ein.

Das neue Gesicht der Komödie wurde durch einen 220 000 Euro teuren Umbau im Souterrain möglich: Schakinnis griff zu, als das Nachbarhaus der Komödie zum Verkauf stand. Mit viel Eigenleistung habe man dann die Wand zum alten Foyer der in gemieteten Räumen untergebrachten Komödie durchbrochen und so beide Souterrain-Räume miteinander verbunden, sagte Geschäftsführer Schakinnis während der Feier.

Die Stadt Kassel bezuschusst das Theater laut Schakinnis mit 108 000 Euro jährlich. Früher seien es einmal 258 000 Euro gewesen. Vor weiteren Kürzungen habe man wegen der sehr guten Auslastung keine Angst, sagte der Geschäftsführer.

Das Umbauprojekt der Komödie sei ein wichtiger Baustein zur Steigerung der Attraktivität der Friedrich-Ebert-Straße, sagte Oberbürgermeister Hilgen. (pdi)

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