Fast überall läuft es gut

Konjunkturumfrage: Heimische Wirtschaft strotzt vor Kraft

Es läuft überall rund: Die Industrie sitzt auf vollen Auftragsbüchern, der Gastronomie geht es so gut wie lange nicht, und auch am Bau brummt es. Allen Branchen gemein ist die Sorge um den Fachkräftemangel. Archivfotos: nh

Kassel. Dem Zickzack-Kurs des neuen US-Präsidenten, dem Brexit und anderen Unwägbarkeiten zum Trotz: Nordhessens Wirtschaft präsentiert sich  in einer äußert robusten Verfassung.

Dem Zickzack-Kurs des neuen US-Präsidenten Donald Trump, dem Brexit und anderen geopolitischen Unwägbarkeiten zum Trotz: Nordhessens Wirtschaft präsentiert sich auch zu Jahresbeginn in einer äußert robusten Verfassung und blickt durchaus optimistisch nach vorn.

Das ergibt die jüngste Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg. Der Klimaindex, der die aktuelle und künftige Lage abbildet, stieg gegenüber der Herbstumfrage um drei auf 117,2 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank er allerdings geringfügig um 0,9 Punkte.

IHK gesamt

41,7 (Vorjahr: 41,8) Prozent der befragten Betriebe beurteilen ihre aktuelle Lage als gut, 49,6 (48) Prozent als befriedigend. Nur 8,7 (10,2) Prozent meinen, sie sei schlechter geworden. Allerdings sind die Betriebe bei der Beurteilung der künftigen Lage deutlich zurückhaltender. Nur 18 (22,3) Prozent erwarten eine bessere, 67,3 (61,4) Prozent rechnen mit einer gleichbleibenden Entwicklung.

Industrie

Der Industrie geht es gut. Mehr als 90 Prozent erachten die Lage als gut oder befriedigend, fast 88 Prozent gehen für die nahe Zukunft von besseren oder gleichbleibend guten Geschäften aus.

Baugewerbe

Im Baugewerbe hat sich die Stimmung auf hohem Niveau etwas eingetrübt. 75 Prozent erwarten bessere oder gleichbleibend gute Geschäfte, im Vorjahr war der Anteil derer, der bessere Geschäfte prognostiziert hatte, höher.

Großhandel/Einzelhandel

Der Großhandel ist weiter bester Stimmung und erwartet mehrheitlich eine bessere oder gleichbleibend gute Entwicklung. Der Einzelhandel hat dagegen einen kleinen, nach dem Weihnachtsgeschäft jahreszeitlich üblichen Dämpfer erhalten. 20,6 (12,8) Prozent gehen deshalb von schlechteren Geschäften in naher Zukunft aus.

Gastgewerbe

Die Branche erfreut sich seit Jahren steigender Werte. Grund ist die gute Binnennachfrage, die die Verbraucher wieder häufiger in Hotels, Restaurants und Gaststätten treibt. Allerdings macht dem Wirtschaftszweig der Fachkräftemangel in besonderer Weise zu schaffen.

Kreditgewerbe

Wegen der anhaltenden Niedrigzinsen blickt die Finanzwirtschaft verhalten nach vorn. Die Stimmung ist aber etwas besser als vor einem Jahr, weil Hoffnung auf steigende Zinsen keimt.

Weitere Branchen

Investitionsgüterproduzenten, Verkehrsgewerbe und Dienstleister beurteilen die Lage als überwiegend gut bis sehr gut, geben aber einen leicht positiven bis leicht negativen Ausblick.

Beschäftigung

Die Beschäftigung verharrt über alle Branchen weitgehend auf hohem Niveau. 80,7 Prozent der Betriebe erwarten eine gleichbleibend bis steigende, knapp 20 Prozent eher eine fallende Beschäftigung Im Vorjahr taten letzteres nur 13,6 Prozent.

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