- Uni-Standorte meist voll

Konrad: Räder sind ungleichmäßig auf  Stationen verteilt

Kassel. Seit knapp einem Monat ist das Fahrradverleihsystem Konrad in Betrieb. 10 100 Fahrten auf Konrad wurden seitdem unternommen. Das entspricht rund 375 Ausleihen pro Tag.

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Die Folge: An einigen der 50 Stationen gibt es eine regelrechte Fahrrad-Schwemme, an anderen stehen vorübergehend gar keine Räder zur Ausleihe bereit. Insgesamt gibt es 500 Leihfahrräder.

Besonders im Bereich Innenstadt und Vorderer Westen herrscht oft Ebbe an den Stationen. An den Uni-Standorten - am Campus Holländischer Platz und vor der Kunsthochschule an der Menzelstraße - stehen hingegen tagsüber regelmäßig Dutzende Fahrräder an der Station. Abends werden dann wiederum an Stadtteil-Stationen bis zu 30 Räder gezählt, unter anderem in Wolfsanger am Wolfsgraben und in Bettenhausen am Leipziger Platz.

Archiv-Video zu Konrad

„Die Vermutung liegt nahe, dass viele Konrad-Nutzer aus dem Uni-Umfeld kommen“, sagt Stadt-Sprecher Hans-Jürgen Schweinsberg. Derzeit gebe es aber noch keine Auswertung dazu. Die Stadt ist rechtlicher Betreiber des Fahrradverleihsystems, das organisatorisch und technisch von der DB Rent AG betreut wird. Zwei Service-Mitarbeiter sind in Kassel für die Disposition und Wartung der Konräder zuständig.

Bergab lieber mit dem Rad

Nach den bisherigen Beobachtungen seien vor allem an Stationen, die in Senken gelegen sind, häufig Fahrräder im Überfluss zu finden, sagt Schweinsberg. An höher gelegenen Stationen hingegen stünden nach der morgendlichen Spitze kaum noch Räder zur Verfügung.

Um die Räder gleichmäßig auf die Stationen zu verteilen, sind die beiden DB-Rent-Mitarbeiter von Montag bis Freitag täglich acht Stunden im Einsatz, berichtet Schweinsberg. Sie transportieren Räder von überfüllten Stationen wie der Menzelstraße an unterbesetzte Standorte in der Innenstadt. In den überlangen Transporter, der den Konrad-Schriftzug trägt, passen 20 Räder. Diese an einer Station einzusammeln dauere etwa eine Dreiviertelstunde, da jedes Rad erst freigeschaltet und dann eingeladen werden müsse.

Wo gerade Stationen überlaufen und andere leer sind, können die Mitarbeiter an dem technischen Hintergrundsystem erkennen. Dieses meldet auch automatisch, wenn Stationen voll- oder leergelaufen sind. Ist das Serviceteam unterwegs, können die Mitarbeiter über die Handy-App den aktuellen Stand an den Stationen abrufen.

Auf die Probleme mit den ungleich ausgelasteten Stationen habe die DB Rent bereits reagiert und kurzfristig Aushilfen eingestellt, berichtet Schweinsberg. „Die ersten Wochen müssen jedoch von allen Beteiligten auch zur Orientierung und Beobachtung des Fahrradvermietsystems genutzt werden.“

Rubriklistenbild: © Fischer

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