Über 2000 Nutzer

Konrad rollt durch Kassel: Fahrräder wurden schon 2400-mal ausgeliehen

Drehte gestern zum ersten Mal eine Runde auf Konrad: Der Student Tomy Stein lieh sich eines der grün-weißen Räder an der Station am Uni-Campus Holländischer Platz. Foto: Rudolph

Kassel. Konrads bisheriger Spitzentag war der 3. April: An dem sonnigen Dienstag voriger Woche wurden insgesamt 360 Fahrten auf einem der grün-weißen Räder unternommen.

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Die schlechteste Bilanz gab es am Ostermontag mit 61 Ausleihen – vermutlich bedingt durch den Feiertag, gepaart mit schlechtem Wetter. 2020 Nutzer haben sich bereits für Konrad registriert und hatten bis einschließlich Montag insgesamt 2373-mal Fahrräder entliehen. Das entspricht fast 200 Ausleihen pro Tag. Oder anders gesagt: 40 Prozent der Räder werden pro Tag bewegt. Zum Vergleich: In der Metropole Hamburg, in der es seit 2009 ein ähnliches System gibt, wird inzwischen jedes Rad im Schnitt dreimal täglich ausgeliehen. Die Zahlen sind über die Jahre stetig gestiegen.

Fahrradtransport im Sprinter

Die Nutzung der Konräder bringt es allerdings mit sich, dass es zwischenzeitlich zu Ungleichgewichten zwischen den Stationen kommt: Während an einigen kaum noch Platz ist, um Räder zurückzugeben, herrscht an anderen Ebbe. Leere Stationen gab es unter anderem schon am Kirchweg und am Königstor vor den Städtischen Werken. Zwei Mitarbeiter der DB Rent, die operativer Betreiber des Systems ist, kümmern sich um die Verteilung und Wartung der Räder. Sie sind aber nur an Werktagen im Einsatz, Wochenend- und Feiertagsschichten sind nach Angaben der Stadt derzeit nicht vorgesehen. Das sei auch bei Fahrradverleihsystemen in anderen Städten nicht üblich.

Konrad: Wir zeigen, wie es funktioniert

Derzeit spielt sich das neue System noch ein, und Mitarbeiter der Stadt und der DB Rent beobachten noch, wo besonders häufig oder nur selten Räder ausgeliehen werden. Durch die Erfahrungen im laufenden Betrieb wolle man die Disposition der Räder kontinuierlich verbessern.

Derzeit läuft es so, dass die Servicemitarbeiter über das Hintergrundsystem, in dem hinterlegt ist, wo sich welche Fahrräder jeweils befinden, die Stationen im Blick behalten. Wenn eine Über- oder Unterdeckung angezeigt wird oder Kunden das beim Callcenter der DB Rent melden, sammelt das Team die Fahrräder an vollen Stationen mit einem Kleintransporter ein und bringt sie zu unterbesetzten. Während sie auf ihrer Tour sind, können sie auch per Handy-App den aktuellen Stand an den Stationen abrufen. Sind kleinere Reparaturen nötig, machen die Servicemitarbeiter das vor Ort. Ansonsten nehmen sie kaputte Konräder mit in die Werkstatt. www.konrad-kassel.de

Von Katja Rudolph

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