Abschlusskonzert des Hessentages

Die Ärzte auf dem Hessentag: La Ola auf Verordnung

Farin Urlaub: Frontsänger der "Ärzte", die am Sonntagabend im Auestadion spielten.

Kassel. Dass die Punkrock-Combo Die Ärzte ihre Anhänger gern mit ausgefallenen Konzerten überrascht, ist nicht neu. Für ihren Auftritt am Sonntag im Auestadion haben Bela B., Farin Urlaub und Rodrigo González aber nochmal eine Schippe drauf gelegt und mit ihrem eigenen Mini-Festival Tausende Fans begeistert.

Als sich nach gut zweieinhalb Stunden Vorprogramm der Vorhang für die Ärzte öffnete, gab es im Auestadion kein Halten mehr. Zu Songs wie „Deine Schuld“, „Lasse Redn“ und „Hurra“ feierten die Berliner Musiker mit ihrem altersübergreifenden Publikum eine große Rocksause. Dabei sang der Mittvierziger genauso begeistert mit wie der 13 Jahre alte Sohnemann. Mit La-Ola-Wellen brachten die Drei auf der Bühne ihre Fans weiter in Stimmung und erreichten damit auch die sitzenden Besucher auf der Tribüne, die sich von ihren Plätzen erhoben und lauthals mitsangen. Der Spaß stand hier eindeutig im Vordergrund.

Für die nächsten zweieinhalb Stunden standen die Zeichen im Auestadion eindeutig auf Party. Einige Konzertbesucher ließen sich auf Händen durch das Publikum gleiten, bis sie von den Sicherheitsleuten vor der Bühne aufgefangen wurden. Den Auftakt zum „Ärztival“ hatten zuvor die Londoner Alternative-Rocker The Godfather gemacht. Eigentlich hat sich die Band 1990 getrennt, seit 2008 spielen sie aber wieder Konzerte zusammen. Gute Stimmung kam jedoch erst bei der zweiten Vorband, LaBrassBanda, auf. Die bayerische Blasmusiktruppe vom Chiemsee, die barfuß die Bühne enterte, brachte das Publikum mit ihren funkigen und jazzigen Songs zum Klatschen, Tanzen und Springen. Dabei hatte die Band das Publikum so gut im Griff, dass es sich zeitweise anfühlte, als seien sie die Hauptband des Abends.

Fotos: Die Ärzte beim Hessentag live im Auestadion

Die Ärzte beim Hessentag live im Auestadion

Mit ihrem Mini-Festival lieferten Die Ärzte ihren Fans in Kassel einen schönen Abschluss zum Hessentag. Die drei Punkrocker bewiesen einmal mehr, dass man auch nach gut 30 Jahren Bandgeschichte noch nicht zu alt ist für Rock-‘n´-Roll im Fußballstadion.

Von Daniel Göbel

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