Stadthalle: Nach Beschwerden stimmte diesmal Bedienung

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Wartezeiten genau dokumentiert: Christina Schnitzerling (links) und Jutta Siebenschuh von Kassel Marketing beobachteten am Montag an der Garderobe in der Stadthalle, wie lange die Konzertbesucher warten mussten.

Kassel. Nach Beschwerden über den schlechten Service in der Stadthalle beim Sinfoniekonzert des Staatsorchesters hat Kassel Marketing jetzt nachgebessert. Am Montag lief an Garderoben und Theken alles glatt. Wie beim vorigen Konzert war das Haus mit 1350 Besuchern ausverkauft.

Wie berichtet, hatten nach dem Konzert Mitte Februar Gäste bemängelt, dass es an der Garderobe zu langen Wartezeiten kam und die Vorbestellung von Speisen und Getränken für die Pause nicht möglich war. Diese Kritik hat Kassel Marketing, für den Betrieb des Kongress Palais - Stadthalle zuständig, ernst genommen. Diesmal waren die Garderoben auf beiden Seiten des Foyers geöffnet, sodass es insgesamt vier Annahmestellen für Jacken und Mäntel gab - letztes Mal waren es zwei. Zudem stehen ab sofort Schilder mit den Garderobennummern an den Ausgaben. Die Besucher können sich also bei der Abholung gezielt dort anstellen, wo ihre Jacke hängt, und das Personal muss nicht mehr kreuz und quer zwischen den Ständern suchen.

In der Folge betrug die Wartezeit nach dem Konzert nach Angaben von Kassel Marketing lediglich eine Minute. „Innerhalb von elf Minuten waren sämtliche Jacken und Mäntel ausgegeben“, sagt Oliver Höppner, Bereichsleiter für das Kongress Palais bei Kassel Marketing. Die Wartezeiten hatten Mitarbeiter extra dokumentiert.

Aktualisiert um 9.20 Uhr

Auch das Catering in der Pause wurde neu organisiert. Ab sofort können die Besucher vor dem Konzert an den Theken ihre Pausengetränke vorbestellen und bezahlen. Sie erhalten einen Bon, mit dem sie in der Pause an der Ausgabetheke rechts im Blauen Saal die Vorbestellung abholen können. „Der aufwendige Akt des Bezahlens und Geldwechselns in der Pause, wenn alle an die Theken drängen, entfällt auf diese Weise“, sagt Dirk Lennert, Geschäftsführer des Ramada Hotels, das für die Bewirtung in der Stadthalle zuständig ist.

Wartezeiten genau dokumentiert: Christina Schnitzerling (links) und Jutta Siebenschuh von Kassel Marketing beobachteten am Montag an der Garderobe in der Stadthalle, wie lange die Konzertbesucher warten mussten.

Auch diese Lösung ging auf: An der Ausgabetheke für die Vorbestellungen ging es ruckzuck, an den fünf weiteren Theken waren die Wartezeiten ebenfalls akzeptabel. Laut den Aufzeichnungen von Kassel Marketing lagen sie unter zwei Minuten. Diesmal waren mit zwölf Servicekräften auch zwei Bedienungen mehr da als beim vorigen Konzert.

Dass die Getränke und Speisen an nummerierten Tischen bereitstehen, wie es im Staatstheater üblich ist, wird es in der Stadthalle aber nicht mehr geben. Es sei immer wieder vorgekommen, dass Gäste die Getränke einfach umgestellt hätten, berichtet Lennert. Zudem habe es zuletzt mehr Vorbestellungen als Tische gegeben.

„Um den Service nach den Wünschen der Besucher zu gestalten, sind wir auch auf Rückmeldungen angewiesen“, sagt Höppner. Man bemühe sich aber auch unabhängig davon fortwährend um Verbesserungen. So wurden jetzt auch im Foyer zwei Kassenautomaten für die Parkhäuser neben der Stadthalle installiert. So können Gäste komfortabel und schnell ihre Parkgebühren bezahlen. In der Sommerpause soll zudem die Klimaanlage im Festsaal ausgetauscht werden. Dicke Luft dürfte es bei den Konzerten also künftig nicht mehr geben.

Von Katja Rudolph

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