Was kosten Sanierung oder Neubau in Harleshausen und Bad Wilhelmshöhe?

+
Sprung ins kalte Wasser: Wie viel die Sanierung der beiden Freibäder kostet, weiß niemand. Unser Foto entstand vor zwei Jahren bei der Saisoneröffnung in Bad Wilhelmshöhe.

Kassel. Wie geht es weiter mit den Freibädern in Harleshausen und Bad Wilhelmshöhe? Eine Informationsveranstaltung mit vielen Fachleuten soll dazu beitragen, diese Frage zu klären.

Am Donnerstag, 1. Dezember, 19 Uhr, ist es im Bürgersaal des Rathauses so weit. In der wie immer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Wirtschaft und Grundsatzfragen soll dann Klartext geredet werden. „Ich erwarte, dass zahlreiche Besucher kommen, die sollen sich an der Diskussion beteiligen“, sagt Stadtverordnetenvorsteherin Petra Friedrich (SPD), die die Runde organisiert hat.

Mit dabei sind Bäderdezernent und Kämmerer Dr. Jürgen Barthel (SPD), Vertreter des Bäderbetreibers Städtische Werke, Wilhelm Brand vom Bäderberater Constrata, der Kasseler Architekt Alexander Reichel sowie Sportwissenschaftler und Architekturfachleute der Kasseler Universität. „Mir ist wichtig, dass wir beide Bäder gemeinsam diskutieren“, sagt Petra Friedrich, die mit der Veranstaltung einen einstimmigen Beschluss der Stadtverordneten umsetzt. Konfliktstoff gibt es mehr als genug. Bei einer Infoveranstaltung des Ortsbeirats von Bad Wilhelmshöhe gab es vehementen Protest gegen den von Kämmerer Barthel favorisierten Neubau. Hauptkritikpunkte sind eine Verkleinerung der Wasserfläche und der drohende Verlust des 50-Meter-Beckens. Die größte Sorge in Harleshausen: Wenn Wilhelmshöhe wie geplant zuerst saniert oder komplett erneuert wird, dann bleibt womöglich kaum noch Geld für das Freibad am Daspel übrig.

Eine Unsicherheit, die wohl nicht so schnell zu beheben ist. Fest steht nur, dass sich die geschätzten Kosten für das Wilhelmshöher Bad von der ersten Hochrechnung bis heute fast verdoppelt haben. Sie liegen für die Sanierung bei 6,1 Millionen Euro. Ein Neubau ist angeblich für 5,7 Millionen Euro zu haben. Von solchen - ungefähren - Zahlen ist man in Harleshausen noch weit entfernt.

Nach Angaben der Städtischen Werke werden derzeit Materialproben von der Prüfanstalt der Universität untersucht. Mit einem Ergebnis sei Ende Januar zu rechnen.

Hochrechnungen über die Kosten für Harleshausen will im Moment noch niemand wagen. Ein Indiz dafür, dass es nicht billig wird: Das Bad ist ebenso wie das in Wilhelmshöhe in den 1930er-Jahren gebaut worden.

Für beide Bäder gilt, dass sie im Mai 2012 wieder öffnen. Wenn eine Entscheidung über die längerfristige Zukunft getroffen ist, soll nach der bisherigen Planung zunächst das Wilhelmshöher Bad saniert oder erneuert werden.

Von Thomas Siemon

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.