Baunataler Wochenmarkt besteht seit mehr als 30 Jahren - Belebung der Innenstadt war und ist das Ziel

Kostproben und Tipps sind gratis

Frühstück als Dankeschön für treue Kunden: Stefan Ullrich (von links), Willi Metz, Ilse Ullrich, Inge Metz und Heinz Köchling servierten Inga Jedig, Anna und August Werner Rohkost, Brot und leckere Wurst. Fotos:  Dilling

Baunatal. August und Anna Werner sind Stammkunden des Baunataler Wochenmarkts. Am Samstagmorgen hat sich der Besuch für das Rentnerehepaar doppelt gelohnt: Sie haben einen Präsentkorb beim Preisausschreiben gewonnen. Und anschließend gönnen sie sich ein kostenloses Frühstück mit frischem Obst und Gemüse. Das ist das Dankeschön der Marktleute für ihre treuen Kunden. Schließlich besteht der Markt schon 31 Jahre und hat sich längst in Baunatals City etabliert.

Willi Metz, seine Frau Inge und Heinz Köchling helfen mit, das Frühstücksbuffet aufzufüllen, während ein paar Meter weiter das Trio Schlagerlust zur Feier des Tages musiziert und singt. Metz hat viele Jahre Obst und Gemüse verkauft, Köchling „alles, was das Schwein hergibt“, wie er lächelnd sagt. Sie hätten vergangenes Jahr aufgehört. „Doch wenn wir gebraucht werden, sind wir noch da“, sagt Metz.

Mit vier Ständen startete im Frühjahr 1982 der Baunataler Wochenmarkt. Ziel war die Belebung des Marktplatzes. „Am Anfang war es schwer“, sagt Wilfried Koch, der wie die Gärtnerei Ullrich aus Fuldatal, die Bäckerei Udenhäuser Bauernbrot und der Metzgermeister Reinhard Reddersen aus dem niedersächsischen Lenglern zu den Marktbeschickern der ersten Stunde gehört. Der Landwirt aus Großenritte verkauft Kartoffeln und Eier. Während er abwiegt, hat er stets einen guten Ratschlag für seine Kunden und Zeit für ein Schwätzchen. Um auf dem Markt bestehen zu können, sei die Qualität wichtig, sagt der 61-Jährige. Das bestätigt auch Redddersen, der seit 31 Jahren vor dem Bankcafé Wurstspezialitäten verkauft. Er hat keinen Tag ausgelassen. „Auch bei Wind und Wetter sind wir da“, sagt er und fügt hinzu: „Am Anfang haben hier die Männer um einen Bierpilz gestanden, während ihre Frauen einkauften.“ Reddersen macht sich Sorgen, dass die Kundschaft mit den Marktbeschickern älter geworden ist. Es gebe zu wenig junge Käufer, sagt er. Gärtnermeister Stefan Ullrich, Sprecher der derzeit 20 Marktbeschicker, ist dennoch zufrieden. Die Kunden erhielten Kochtipps und gute Ratschläge gratis.

Von Peter Dilling

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