Per Kran: 40-Tonnen-Herzlabor für Diakonissen-Krankenhaus

Schwere Last auf engem Raum: Eine halbe Stunde dauerte es, bis der Raum für das Herzlabor an seinem Bestimmungsort im Innenhof des Diakonissen-Krankenhauses abgesetzt war. Fotos: Scheimann / nh

Kassel. Großeinsatz am Diakonissen-Krankenhaus: Mit einem Autokran ist dort am Donnerstag eine 40 Tonnen schwere Raumzelle für das Herzlabor auf den Innenhof gehievt worden.

In dem Raum werden künftig Herzpatienten untersucht. Das elf mal sieben Meter große Modul für den sogenannten Linksherzkathetermessplatz bleibt so lange dort stehen, bis der zweite Bauabschnitt der Diakonie-Kliniken Kassel (DKK) im Jahr 2014 in Betrieb geht.

Der Autokran war am Tag zuvor in der Herkulesstraße angekommen und im Innenhof des Krankenhauses aufgebaut worden. Um Platz zum Rangieren für die Schwertransporter zu schaffen, wurden Parkplätze in der Herkulesstraße gesperrt. Das Krankenhaus hatte die Anwohner im Vorfeld schriftlich darüber informiert. Die Fracht war in den Nachtstunden aus Schwerin mit Tiefladern angeliefert und am frühen Morgen an ihrem Bestimmungsort abgeladen worden.

Am Mittag hob der Kran das Modul im Schwenk über das Dach des Mutterhauses und setzte es, nachdem es in Position gedreht war, auf ein vorbereitetes Fundament in unmittelbarer Nähe zur Zentralen Notaufnahme. Der Zugang wird über das Foyer des Neubaus verlaufen. Der Standort wurde gewählt, um bei Verdacht auf Herzinfarkt oder einer unklaren internistischen Diagnose dank kurzer Wege den Patienten schnell untersuchen und behandeln zu können. Zaungäste beobachteten die spektakuläre Aktion.

Fotos vom Großeinsatz am Krankenhaus

Herzlabor für das Diakonissen-Krankenhaus

Die 77 Quadratmeter große Raumzelle stand vorher an den Helios-Kliniken Schwerin. Dort war der gleiche Linkskathetermessplatz eingebaut, sodass die nötige Infrastruktur vorhanden und der Einbau des Herzlabors unkompliziert ist. In dem Modul wird der vor vier Jahren neu angeschaffte Linksherzkathetermessplatz aus dem DKK-Standort Burgfeld-Krankenhaus installiert.

Das wird voraussichtlich bis zum 15. Dezember dauern. Ab dann sind Linkskatheter-Untersuchungen bei ambulanten Patienten möglich, ab Jahresende auch stationäre Behandlungen. Die beiden kardiologischen Stationen des Burgfeld-Krankenhauses in Bad Wilhelmshöhe bleiben bis 28. Dezember in Betrieb. Kardiologische Untersuchungen mithilfe des Kathetermessplatzes sind dort noch bis zum 3. Dezember möglich. Jährlich werden 900 bis 1000 Herzkatheter-Untersuchungen vorgenommen. Ab 27. Dezember, 8 Uhr, werden am Standort Wigandstraße keine Patienten mehr aufgenommen. Patienten, die dann noch auf der Intensivstation des Burgfeld-Krankenhauses liegen, werden mit Krankenwagen ins Diakonissen-Krankenhaus verlegt. Bis zum 28. Dezember soll die gesamte Kardiologie in den Vorderen Westen umgezogen sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.