Anlieger werden zur Kasse gebeten

Kraterpiste wird erneuert: 2014  Baustart in der Niederwaldstraße

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Marode Fahrbahn: Die Niederwaldstraße (Bild) wird nächstes Jahr von Grund auf saniert. Die Straße endet kurz vor der Druseltalstraße (im Hintergrund) in einer Sackgasse.

Bad Wilhelmshöhe. Die Niederwaldstraße zwischen Hunrod- und Druseltalstraße gleicht an vielen Stellen einer Kraterpiste, Grün sprießt im Frühjahr aus der maroden Fahrbahndecke. An einigen Stellen bilden sich bei Regen große Pfützen, weil das Wasser nicht mehr abläuft.

Mit einem Kostenaufwand von 488.000 Euro will das Straßenverkehrs- und Tiefbauamt die Anliegerstraße voraussichtlich ab dem Frühjahr 2014 sanieren. Die Anlieger werden dabei zur Kasse gebeten, je nach Grundstücksgröße womöglich bis zu einem fünfstelligen Betrag.

Die Anlieger seien kürzlich im Rahmen einer Versammlung über die Pläne informiert worden, teilten Markus Funke und Katrin Steffek jetzt mit. Grundsätzlich hätten die Anwohner Zustimmung zu dem Projekt signalisiert. Lediglich über den geplanten Einbau von drei Baumscheiben, die in die Fahrbahn hineinragen werden, seien die Meinungen geteilt. Die Verengung diene der Verkehrsberuhigung, sagte Steffek.

Bevor der Unterbau und die Decke der Straße erneuert wird, sollen Kanäle ausgetauscht werden. Außerdem werde Kassel-Wasser die Wasserleitung zwischen der Odenwald- und der Druseltalstraße erneuern. Die Laternen in der Niederwaldstraße seien längst in die Jahre gekommen. Sie werden laut Steffek komplett durch moderne LED-Leuchten ersetzt. Die Anlieger werden nach Auskunft von Funke im Schnitt mit zehn Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche an den Kosten beteiligt. Das Amt stimme sich eng mit den Anwohnern ab, um die Investition so gering wie möglich zu halten.

Beispielsweise solle der noch intakte gepflasterte Gehweg erhalten bleiben, das Projekt werde erst im Winter ausgeschrieben, weil die Angebote der Firmen dann erfahrungsgemäß günstiger seien., erklärte Funke.

Im Detail scheint es aber noch Diskussionsbedarf zu geben. Er werde mit anderen Anliegern Vorschläge ausarbeiten, um die Baukosten weiter zu drücken, kündigte Anwohner Hans-Jürgen Baron während der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats an. Da sei noch Luft. (pdi)

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