Krauss-Maffei Wegmann und Nexter

Kommentar zur Fusion im Panzerbau: "Allianz auf Augenhöhe"

Kassel. Die Kasseler Krauss-Maffei Wegmann-Gruppe (KMW) fusioniert mit dem französischen Konkurrenten Nexter zum größten Panzerbauer Europas. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur José Pinto.

Mit der Fusion von KMW und Nexter endet für Kassel und das ganze Land eine Ära. Nach acht Jahrzehnten Rüstungsproduktion ist Krauss-Maffei Wegmann kein rein deutscher Panzerbauer mehr. Wegen rückläufiger Wehretats auf den europäischen Heimatmärkten, des Wettbewerbsdrucks durch britische und amerikanische Mitbewerber und nicht zuletzt anstehender Milliardeninvestitionen in neue Produkte stieg der Druck auf KMW, sich einen Partner zu suchen.

Ob das Familienunternehmen die richtige Wahl getroffen hat, wird sich zeigen. Mit Rheinmetall gab es ohnehin nur eine echte Alternative. Aber dass KMW nicht alleine bleiben konnte, war schon seit Langem klar.

Im künftigen Gezerre um Produkte und Standorte muss die deutsche Seite – und dazu gehören auch Gewerkschaften und Betriebsräte – darauf achten, dass die Franzosen sie nicht übervorteilen. Dass eine solch komplizierte, fragile und auf Parität bedachte Partnerschaft – wenn auch unter Schmerzen – dauerhaft funktionieren kann, beweist Flugzeugbauer Airbus seit Jahrzehnten.

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